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Verwaltung

18.06.2019

Krisensitzung: Märkte sind wieder in der Stadt

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Bauern- und Wochenmarkt sollen wieder in die Innenstadt geholt werden, genauer gesagt in die Ludwigstraße (oben) und auf den Hellmairplatz (rechts). Darüber freuen sich auch Geschäftsleute. Links: Wilhelmine Glatz vom Tölzer Kasladen.

Der Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner spricht ein Machtwort und holt Bauern- und Wochenmarkt zurück in die Stadt. Auch die Schlammlawine in der Pössinger Straße steht auf der Agenda

Nur einen sehr kurzen Urlaub hat der Landsberger Oberbürgermeister genießen können. Kaum zurück musste er sich gleich um zwei wichtige Themen kümmern. „Die Landsberger Märkte müssen zurück in die Stadt und wir müssen nach dem Unwetter eine neue Regelung für die Anwohner der Pössinger Straße treffen.“ Eine Schlammlawine hatte beim Starkregen am Samstagabend mehrere Keller verwüstet. Dort gebe es an der Ecke Bayerfeld-/Pössinger Straße zwar einen Entlastungskanal, der aber durch die Wassermassen verschlammt gewesen sei. „Das wird jetzt natürlich beseitigt“, so Mathias Neuner (CSU). Er verweist darauf, dass die Schächte in diesem Bereich regelmäßig gewartet werden.

Über die Bewirtschaftung des abschüssigen Geländes wolle man mit den Landwirten reden. „Vielleicht muss man dort etwas anderes anbauen, dass die Erde besser hält.“ Dort seien die Stadtwerke aktiv und würden gemeinsam mit den Landwirten nach neuen Lösungen suchen.

Auch die Verlagerung der Wochenmärkte wurde diskutiert. Ein wichtiges Thema für Neuner. „Denn der derzeitige Platz an der Waitzinger Wiese passt nicht“, so der OB. „Damit bin ich nicht glücklich.“ Der Wochenmarkt und der Bauernmarkt werden zurück in die Stadt verlegt – in die Ludwigstraße und an den Hellmairplatz ist das Ergebnis der Krisenbesprechung. Die Regelung soll ab Mittwoch gelten. Offen ist noch, was an den Hauptwochenenden des Ruethenfestes passiert. Warum der Oberbürgermeister, die Stadträte und der Referent für Marktwesen nicht über die Verlagerung informiert worden waren? Neuner: „Die Verwaltung trifft jeden Tag Entscheidungen von unterschiedlicher Wichtigkeit, und es ist eine Abwägungssache, ob der betroffene Beamte diese Entscheidung alleine trifft oder sie bespricht – auch mit einem Vorgesetzten.“

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Im Fall der Märkte wurde diese Entscheidungen im internen Kreis diskutiert. Neuner: „Die Entscheidung wurde von den Landsberger Bürgern nicht mitgetragen, deshalb haben wir sie schnell wieder rückgängig gemacht. So was kommt schon mal vor.“ Er habe bereits mit Hans-Jürgen Schulmeister, dem Referenten für Marktwesen, geredet. Dieser sei sehr zufrieden mit der neuen Regelung. Und die lautet: Im Zeitraum von Mittwoch, 19. Juni, bis Samstag, 28. Juli, finden die Märkte wie folgt statt: Landsberger Wochenmarkt: mittwochs von 7.30 Uhr bis 13 Uhr in der Ludwigstraße, samstags von 7.30 bis 13 Uhr am Hellmairplatz und in der Ludwigstraße. Bauernmarkt: donnerstags von 14 bis 18.30 Uhr in der Ludwigstraße. Die Stadt teilt weiter mit, dass an den Hauptfestwochenenden des Ruethenfestes (Samstag, 13. Juli, und Samstag, 20. Juli) der Wochenmarkt entfällt oder nach Absprache mit den Händlern auf der Waitzinger Wiese stattfinden soll. Hierüber informiert die Stadt Landsberg kurzfristig.

Für die Bewohner der Innenstadt, die Cafébesitzer, Restaurants und Geschäfte ist das eine positive Nachricht. Patrick Vogel vom Tölzer Kasladen am Hauptplatz freut sich sehr über diese Entscheidung. „Man hat letzten Samstag deutlich gemerkt, dass weniger Leute in der Stadt sind, als der Markt weg war. Die Leute wollen zentral einkaufen und wir brauchen die Kunden in der Innenstadt. Das ist eine gute Entscheidung.“ Auch die Wirte sind froh, dass OB Neuner die Entscheidung der Verwaltung rückgängig gemacht hat, die Märkte nach außen zu verlagern. „Wir sind so froh, dass die Gäste nun wieder in der Innenstadt einkaufen und die Cafés nutzen“, sagt Birgit Greinwald.Valentina Hamberger von der „Villa Rosa“ sieht das genauso. „Die Märkte an der Ludwigstraße sind eine gute Idee und beleben die Stadt.“ Claus Moritz wird Anfang Juli das „Hellmairs“ eröffnen und den Platz vor der Gastronomie aufstuhlen. „Ich hoffe, der Markt beeinträchtigt das nicht, ich kann nicht ständig auf- und abstuhlen“, sagt er. Er wundere sich ein wenig über das Aufheben, das mit dem Markt gemacht wurde. „Es waren Pfingstferien, da ist nie was los in der Stadt.“ Er freue sich auf die Eröffnung des Hellmairs. „Ich hoffe, am 4. Juli ist es so weit.“

Gabi Busch ist Landsbergerin und kauft gerne in der Altstadt ein. „Es ist enorm wichtig, dass der Markt wieder in der Innenstadt ist. Auch für die Marktleute, die auf der Waitzinger Wiese so gut wie nichts verkauft haben. Wer weiß, vielleicht wäre der eine oder andere dann gar nicht mehr gekommen. Ein Verlust für Landsberg.“ Auch das Hutgeschäft Merkle am Hauptplatz profitiert vom Wochenmarkt. „Die Leute sind früher in der Altstadt und sitzen nebenan bei uns mit ihren Einkäufen im Café und besuchen auch unser Geschäft. Ich bin froh über die Entscheidung“, so Petra Rösler.

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