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Landsberg

23.11.2019

Kulturförderpreis: Maria Ruf ist ein Multitalent

Maria Ruf ist Kulturförderpreisträgerin des Landkreises.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die Preisträgerin hat sich als Percussionistin einen Namen gemacht. Was die junge Musikerin über ihr Lieblingsinstrument erzählt und wo sie beruflich einmal hin will.

Ein Mitglied der großen Familie Ruf in Mundraching zu sein, bedeutet nichts weniger als „Musik, Musik, Musik“. Kaum dem Kleinkindalter entwachsen, werden der Blockflöte erste Töne entlockt, bevor es ans Ausprobieren weiterer Instrumente geht. Für Maria Ruf, die dritte der vier Ruf-Mädels, war das nicht anders. Jetzt wird sie mit dem Kulturförderpreis des Landkreises ausgezeichnet. Dem LT verrät sie, wie alles begann.

Fünf Jahre war Maria alt, da hatte sie nicht nur in kürzester Zeit die Blockflöte musikalisch im Griff. Sie lernte auch, mit den schwarzen und weißen Tasten eines Klaviers und ein paar Jahre später, mit denen eines Akkordeons umzugehen. Dass sie bereits ein Jahr später begann, Schlagzeugunterricht zu nehmen, ist einem Kindergartenfreund zu verdanken. „Den hab ich mal zum Unterricht begleitet“, erzählt Maria fröhlich, „und das hat mir so gut gefallen, dass ich es auch lernen wollte.“ Also zogen verschiedene Schlagwerksinstrumente bei den Rufs ein und Maria wurde über den Musikverein Pürgen von Stefan Schmid in die Geheimnisse von Sticks und Mallets eingeführt.

Die Wettbewerbe verliefen stets erfolgreich

Stefan Schmid blieb viele Jahre ihr Lehrer. Er unterrichtete Maria Ruf an der Städtischen Sing- und Musikschule. Wenn die 24-Jährige jetzt mit dem Kulturförderpreis 2019 des Landkreises Landsberg ausgezeichnet wird, dann ist das auch ein Verdienst des ersten und langjährigen Schlagzeuglehrers. Schmid unterrichtete Maria Ruf nicht nur, sondern bereitete sie wie etliche andere Schüler auch, auf Wettbewerbe vor. Die stets sehr erfolgreich verliefen: Ab dem Jahr 2006 war Maria als Solistin oder im Ensemble bei "Jugend musiziert" zu hören und zu sehen. Dazu kamen vom Bayerischen Blasmusikverband ausgeschriebene Entscheide, Ensemblewettbewerbe in der Schweiz. Die Rückfahrt wurde immer mit einem hervorragenden Preis im Gepäck angetreten.

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Parallel dazu vermehrten sich die Percussioninstrumente bei der Familie in Mundraching. Der Rhythmus wurde mehr, mit Stefan Blum ( Augsburg) kam ein weiterer Lehrer dazu. Nebenbei umrahmte Maria als Teil des musikalischen Quartetts der Ruf-Schwestern Feste und Feiern. Sie spielte regelmäßig in mehreren Musikkapellen und Sinfonie- beziehungsweise philharmonischen Orchestern, wirkte bei vielen Veranstaltungen in Landsberg mit, reiste mit den Landsberger Schlagzeugern Licca Percussiva um die halbe Welt.

Maria war immer noch nicht ausgelastet: Bis zu vier Mal pro Woche trainierte sie im Ballett- und Tanzstudio von Beatrix Klein. Klassisch, modern, Charakter, Step – die Jugendliche war Teil vieler Aufführungen, und das nicht nur im Ensemble, sondern auch als Solistin. „Dass ich heute nie Probleme mit der Haltung an Marimba oder anderem Percussioninstrumentarium habe oder deswegen kritisiert werde, ist Verdienst der sehr guten Tanzausbildung.“

Zwei Jahre am Mozarteum in Salzburg

Maria vernachlässigte die Schule natürlich nicht. Nach Grundschule in Vilgertshofen und Realschule in Landsberg wechselte die Jugendliche nach Augsburg an die Fachoberschule Kunst, von dort ging es an die Berufsfachschule für Musik in Krumbach. 2017 begann das Musikstudium, Fachrichtung Schlagwerk. Nach zwei Jahren am Mozarteum in Salzburg wechselte Maria heuer im März nach Stuttgart und fühlt sich dort bestens aufgehoben.

Längst unterrichtet sie selbst

Gibt es eigentlich ein Lieblingsinstrument innerhalb der großen Schlagwerksfamilie? „Marimba spiele ich sehr gern“, sagt die Musikstudentin, „das Preisgeld möchte ich auch für den Kauf dieses Instruments verwenden. Zur Zeit ist aber die kleine Trommel/Snare Drum Nummer eins. Die ist so vielseitig, und vor allem kann ich darauf meine Technik verfeinern, perfektionieren.“ Und nach Beendigung des Studiums? „Mein Ziel ist im Moment eine Orchesterstelle, das möchte ich ausprobieren.“ Es müsse aber passen, sagt die 24-Jährige, die längst auch selbst unterrichtet, „das menschliche, der Umgang der Musiker untereinander, sind für mich sehr wichtige Voraussetzungen“.

Bei der Verleihung des Kulturförderpreises 2019 am Samstag, 30. November, um 19.30 Uhr im Landsberger Stadttheater wird Maria Ruf einen musikalischen Querschnitt präsentieren. Besucher hören „Marimba d’amore“ von Keiko Abe und ein Stück auf der Snare Drum mit Step, entwickelt in Zusammenarbeit mit Christine Steininger vom Studio Klein, sowie ein kleines Ballett.

Auch Solitaire Bachhuber erhält heuer den Kulturförderpreis: Porträt: Singen ist Solitaire Bachhubers Passion

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