1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. LTG 61: Ein besonderer Abschied

LTG 61: Ein besonderer Abschied

LTG 61: Ein besonderer Abschied
Kommentar Von Dieter Schöndorfer
28.09.2018

Das Lufttransportgeschwader aus Penzing ist Geschichte. LT-Redakteur Dieter Schöndorfer war am letzten Tag dabei.

Abschied nehmen ist für Soldaten eigentlich das Normalste der Welt. Sie müssen sich immer wieder verabschieden, in einen neuen Einsatz, in eine neue Verwendung, an einen neuen Standort. Sie nehmen Abschied von Freunden, von Kameraden und Bekannten. Ein Wiedersehen ist selten, die Familie mal ausgenommen. Und doch fiel der Abschied gestern ausgesprochen schwer. Gestandene Männer lagen sich in den Armen, Tränen in den Augen. Es war eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Der Schock der Bundeswehrreform

Warum nur, mag sich der neutrale Beobachter fragen? Die Soldaten konnten sich seit Jahren auf diesen Tag vorbereiten, wussten, was auf sie zukam. Sie haben sich längst erholt vom Schock der Bundeswehrreform, als die Auflösung des LTG am 2. November 2004 verkündet wurde. Dann 2011 die ersten Gerüchte: Der Fliegerhorst steht auf geheimen Papieren zur Disposition. Inzwischen sind die von der technischen Infrastruktur des Fliegerhorsts abhängigen Mietwohnungen nebenan bereits teilweise leer, das Bundeswehrdienstleistungszentrum zieht wohl 2019/2020 in die Welfenkaserne um.

Die Gefühlswelt der letzten Soldaten spricht eine deutliche Sprache. Sie waren am schönsten Luftwaffenstandort der Republik tätig, die Identifikation ist groß. Das Geschwader war wie kein zweites in der Region verankert, bei der Bevölkerung ausgesprochen beliebt. Die Ratio aber sagt: Jetzt ist es so weit – unveränderlich.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren