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Landkreis Landsberg
08.09.2021

Am Denkmaltag werden im Kreis Landsberg seltene Einblicke gewährt

Die Holzkapelle in Beuerbach steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Tags des offenen Denkmals im Landkreis Landsberg.
Foto: Thorsten Jordan

„Sein und Schein“ ist in diesem Jahr das Motto des Tags des offenen Denkmals. Auch im Landkreis Landsberg werden einige Aktionen gestartet.

„Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ ist das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals, der am Sonntag, 12. September, stattfindet. Auch im Landkreis Landsberg sind Aktionen geplant. Unsere Zeitung gibt einen Überblick.

Die am Rande des Westerholzes gelegene Holzkapelle bei Beuerbach steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Tags des offenen Denkmals im Landkreis. Zudem gibt es Gelegenheit, die Pfarrkirche St. Benedikt in Beuerbach zu besichtigen, teilt das Landratsamt mit. Die Holzkapelle stehe kurz vor dem Abschluss langwieriger Konservierungsmaßnahmen und biete nicht nur deshalb vielfältige Möglichkeiten für neue Einblicke und Entdeckungen gerade unter diesem Aspekt.

Etwa beim Betrachten des Deckengemäldes, oder durch das Kennenlernen von Handwerkstechniken und Materialien, die im 17. und 18. Jahrhundert häufig Verwendung fanden, um Illusion zu erzeugen. Thema wird nicht nur das Bauwerk selbst sein. Auch über die Entstehung der Wallfahrt, die sich zu dem Ort hin entwickelte, über die Bezüge zum angrenzenden Westerholz und sogar zum Kurfürsten und seinem damals nahe gelegenen Jagdschloss Lichtenberg wird einiges zu erfahren sein.

Eine Eröffnungsveranstaltung gibt es in diesem Jahr nicht

Der Pandemie geschuldet kann der Tag des offenen Denkmals heuer nicht in gewohnter Weise mit Eröffnungsveranstaltung und festgesetzten Führungsterminen stattfinden. Kreisheimatpflegerin Dr. Heide Weißhaar-Kiem und Carmen Jacobs, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kreisheimatpflege, werden aber von 14 bis 17 Uhr für Erklärungen und kurze Führungen unter Einhaltung der geltenden Pandemievorschriften bei der Holzkapelle bereitstehen.

Auch Führungen durch die Gruft der Ursulinenkirche in Landsberg stehen auf dem Programm.
Foto: Jordan

In gleicher Weise erwartet bei der nahe gelegenen Pfarrkirche St. Benedikt in Beuerbach die Kunsthistorikerin und Mesnerin Oranna Brodkorb von 14 bis 17 Uhr Besucherinnen und Besucher. In der Pfarrkirche befindet sich unter anderem eine Votivtafel von 1822/23, die die Holzkapelle in ihrer ursprünglichen Form, umgeben von Vieh und einem Prozessionszug, zeigt.

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In Beuerbach weist die Feuerwehr in Parkmöglichkeiten für den Besuch der Holzkapelle ein. Unbedingt empfehlenswert ist es jedoch, besonders wegen der außergewöhnlich idyllischen Lage der Holzkapelle, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu kommen, teilt das Landratsamt mit. Als Ausgangspunkt biete sich der Parkplatz „Burgruine Haltenberg“ an der Scheuringer Straße zwischen Kaufering und Scheuring an. Der Weg zur Holzkapelle dauere von dort zu Fuß etwa 40 Minuten und ist, anlässlich des Tages des offenen Denkmals, ausgeschildert. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, könne von der Holzkapelle auf dem Radweg zur nahe gelegenen Pfarrkirche St. Benedikt weiterfahren.

In Pestenacker gibt es ein Mitmachprogramm

Das Gelände der Burgruine Haltenberg ist laut Landratsamt in gewohnter Weise frei zugänglich. Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften kann der Turm, wie sonst am Tag des offenen Denkmals üblich, nicht geöffnet werden.

Im Steinzeitdorf Pestenacker wird es am Tag des offenen Denkmals von 13 bis 17 Uhr ein Mitmachprogramm für Groß und Klein sowie eine Führung (mit vorheriger Anmeldung) geben. Das Steinzeitdorf ist eine Vermittlungsstätte für das Denkmal Prähistorische Siedlung Pestenacker. Die Fundstelle ist auch als Welterbestätte bekannt und Teil des Unesco Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Im Steinzeitdorf Pestenacker ist eine Mitmachaktion am Gewichtswebstuhl geplant.
Foto: Hasukic

Das diesjährige Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ rückt die Handwerkskunst der Illusion in den Mittelpunkt. Wie sah die Handwerkskunst der steinzeitlichen Siedler aus und wurde auch hier retuschiert oder vorgetäuscht? Besucherinnen und Besucher erhalten an den zahlreichen Mitmachstationen zum Thema „Techniken der Steinzeit“ viele Informationen, teilt das Landratsamt mit. Es wird die Möglichkeit geben, selbst mitzumachen und einige der Techniken auszuprobieren wie das Zwirnen und Flechten oder das Weben am Gewichtswebstuhl. Im neuen Kuppelofen aus Lehm wird Brot gebacken.

Führungen in der Ursulinenklosterkirche

Bei einer einstündigen Führung ab 14 Uhr durch die Archäologin und Leiterin des Steinzeitdorfs, Lejla Hasukic, wird die neue Ausstellung im Steinzeitdorf vorgestellt. Für die Führung ist eine vorherige Anmeldung über den Veranstaltungskalender des Steinzeitdorfs (https://www.steinzeitdorf-pestenacker.de/veranstaltungskalender/) notwendig, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Parkgelegenheiten sind auf dem Gelände vorhanden.

In Landsberg werden am Sonntag von Kulturreferent Axel Flörke etwa einstündige Führungen in der Ursulinenklosterkirche mit Besichtigung der Gruft angeboten (13, 14.30 und 16 Uhr). Treffpunkt ist der Eingang zur Ursulinenkirche in der Hubert-von Herkomer-Straße.

Eine weitere Führung findet im Frauenwald statt. Dort informiert Stadtheimatpfleger Dr. Werner Fees-Buchecker über die während des Zweiten Weltkriegs geplante Nitrozellulosefabrik der Dynamit AG. Die Führungen finden um ab.30, 14.30 und 16.30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Ecke Celsius-/Fahrenheit-Straße. Pro Führung gilt eine Teilnehmerbegrenzung auf 15 Personen. Für alle Führungen ist eine Anmeldung (von 8 bis 12 Uhr) erforderlich – im Kulturbüro, per E-Mail an kultur@landsberg.de oder unter 08191/128- 308.

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