Mitte Juni hat der Gemeinderat Penzing den Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Ansiedlung der Firma Steico auf landwirtschaftlichen Flächen bei Stillern beschlossen. Der Kreisverband Landsberg der Grünen läuft dagegen Sturm und protestiert am Samstag, 3. Juli, um 11 Uhr an der Zufahrt zu Gut Stillerngegen die Pläne, eine Industrieanlage auf der grünen Wiese anzusiedeln.
In einer Pressemeldung kritisieren die Grünen, dass zehn Hektar wertvoller landwirtschaftlicher Boden für die Ansiedlung der Firma Steico versiegelt werden sollen. Problematisch sei nicht die Firma, sondern in erster Linie der Standort, an dem die Firma angesiedelt werden soll. Ein massiver Flächenverbrauch mit all seinen negativen Auswirkungen wäre die Folge.
Der Wasserverbrauch für die Produktion der Dämmmaterialien sei enorm, Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel seien zu befürchten. Weiterhin ist der Transport per Lastwagen zu kritisieren, teilen die Grünen mit. Anders als auf dem ins Spiel gebrachten Alternativvorschlag auf dem Konversionsgelände des Flugplatzes Penzing gebe es keine Anbindung an die Schiene.
Die beiden Grünen-Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel (Kaufering) und Ludwig Hartmann (Landsberg) haben laut Pressemeldung eine Anfrage an die Staatsregierung gestellt. Darin fordern sie Antworten auf Fragen unter anderem zu Natur- und Artenschutz und ob das Projekt, fernab jeder Siedlung, nicht dem Anbindegebot des Landesentwicklungsprogramms widerspricht. Mit einem Verkauf würde der Freistaat als Grundstückseigentümer einmal mehr dem fahrlässigen Umgang mit der endlichen Ressource Boden Vorschub leisten und gerade in diesem Gebiet, das an das Naherholungsgebiet „Schwiftinger Wald“ angrenzt, die Türe für weitere Industrie-Ansiedelungen öffnen. (lt)