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Landsberg
12.04.2020

Autohäuser in Landsberg: Digitale Probefahrten und mutige Manöver

Stefan Seibold vom gleichnamigen Autohaus in Landsberg.
Foto: Thorsten Jordan

Wie gehen Autohäuser mit der momentanen Lage um? Stefan Seibold aus Landsberg macht kuriose Erfahrungen.

Leben und arbeiten in Zeiten von Corona: Da ist nicht nur Vorsicht, sondern auch Kreativität gefragt. Beispiel Autohäuser: Ein Gebrauchtwagen soll angeschafft werden. Probefahrt derzeit nicht möglich. „Machen Sie doch die Probefahrt für mich“, sagte eine Kundin am Telefon zu Stefan Seibold vom gleichnamigen Landsberger Autohaus. „Ich hab’ zuerst gar nicht so richtig verstanden, wie sie das meint“, erzählt er schmunzelnd. So ging der kuriose Fall am Ende aus.

„Sie fahren, ein Mitarbeiter filmt Sie dabei und Sie schicken mir das Video per WhatsApp“, lautete die Anweisung der Kundin. Gesagt, getan und Video geschickt. Schnell sei ein Kommentar zurückgekommen. „Der läuft aber schön, den nehm’ ich.“ Das Auto ist verkauft, und Stefan Seibold ist begeistert über diese neue Geschäftsart. Das Filmchen lösch’ ich bis in alle Ewigkeit nicht mehr“, meint er lachend. Und die Idee behält er für den Verkauf im Kopf. Die Werkstatt ist im Autohaus Seibold geöffnet – bei größtmöglichem Gesundheitsschutz. „Hier wird alles desinfiziert“, berichtet Seibold, „vom Autoschlüssel über das Lenkrad, das zudem mit einer Hülle versehen wird, bis zum Sitz.“ Letzterer bekommt selbstverständlich eine Auflage. „Von unseren vier Hebebühnen benützen wir derzeit nur zwei, um den Sicherheitsabstand gewährleisten zu können.“

Es wird in zwei Schichten gearbeitet

Ebenfalls zur Sicherheit der Mitarbeiter ist der am 23. März eingeführte Zweischichtendienst. „Das erste Team arbeitet von Montag bis Mittwochmittag, das zweite Team übernimmt den Rest der Woche.“ Zusätzlich entwickelt Stefan Seibold ständig neue Ideen, wie er helfen könnte – materiell, ideell oder einfach zum Spaß. So werden seit ein paar Tagen kostenlos Leihwagen des Autohauses für alle zur Verfügung gestellt, die sich in irgendeiner Weise für andere Menschen einsetzen. Das kann die Unterstützung beim Einkauf oder Arztbesuch sein. Oder ein Einzelhändler liefert Waren aus, hat aber kein Fahrzeug zur Verfügung. „Wir möchten damit etwas zu dem großartigen Zusammenhalt in der Bevölkerung beisteuern, der während der Krise entstanden ist.“ Und er denkt auch an die Unterstützung von lokalen Geschäften: „In der kommenden Woche starten wir zwei Gewinnspiele“, verrät der Geschäftsführer des Autohauses. Für die Kinder wird ein Malwettbewerb zum Thema Ostern gestartet. „Und die Erwachsenen dürfen Fotos von ihrem Homeoffice einschicken.“ Die schönsten Osterbilder und die Fotos mit den lustigsten Heim-Arbeitsplätzen werden ausgezeichnet. „Sie erhalten Gutscheine für den Einkauf bei hiesigen Geschäften und Betrieben.“

Christina Rauch und Inhaberin Isabella Rauch vom Autohaus Ressle in Ludenhausen.
Foto: Thorsten Jordan

Auch beim Autohaus Ressle in Ludenhausen läuft der Werkstattbetrieb. Lediglich Schönheitsreparaturen werden derzeit nicht durchgeführt, berichten Geschäftsführerin Isabella Rauch und ihre Schwester Christina, die den Fahrdienst leitet und für Finanz- und Personalwesen zuständig ist. Es wird auf absolute Hygiene und möglichst wenig Kontakt geachtet. Handschuhe, Sitz- und Lenkradschutz sind derzeit Wegwerfartikel, die Putzmittel schärfer als üblich. „Unseren Hol- und Bringservice haben wir eingestellt, dafür bieten wir jetzt einen Fahrzeugholservice an.“ Laut Isabella Rauch kommt dafür ein Mitarbeiter des Autohauses mit einem Firmenwagen, stellt ihn beim Kunden ab und fährt mit dessen Auto zur Werkstatt.“ Nach Abschluss der Reparatur geschieht alles in umgekehrter Reihenfolge.

Wesentlich größer ist der Einschnitt durch die Corona-Krise beim Fahrdienst. „Für diesen Geschäftszweig haben wir Soforthilfe beantragt“, sagt Isabella Rauch. Das Unternehmen leistet Fahrdienste für die Schule am Lusienhof, Lebenshilfe Landsberg, IWL Landsberg und Machtlfing sowie für einzelne Schüler, für die es keine Schulbuslinie gibt. „Am 16. März sind alle Linien weggefallen, am 17. war es Machtlfing, am 19. Landsberg.“ 69 Fahrzeuge und deren Fahrer waren mit einem Mal ohne Arbeit. „64 Fahrzeuge haben wir sofort abgemeldet und auf freien Flächen rund um unseren Betrieb abgestellt.“

Kreativ werden heißt es für die Betreiber von Autohäusern in Zeiten von Corona.
Foto: Thorsten Jordan

Um Gerüchten einer möglichen Insolvenz des Autohauses vorzubeugen, haben Isabella und Christina Zettel in die Busse gehängt. „Kinder daheim, Busse daheim...und dann geht’s wieder los!“ ist drauf zu lesen. Auf Vorschlag der Eltern wurden alle Schlüssel markiert und ein nummerierter Parkplatzplan angefertigt. Wie schließlich sollten auch die Busse auseinander gehalten werden? Die fünf noch angemeldeten Busse sind für die Notbetreuung der Lebenshilfe. Schwierig sei der Transport des besonderen Klientels von Personen mit Behinderung. Kontakte seien dabei unvermeidbar. „Unsere Haupttätigkeit besteht deshalb gerade darin, Handlungsempfehlungen für Busfahrer auszuarbeiten.“ Laut Isabella Rauch geschieht das in enger Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Robert-Koch-Institut. „Wir wollen damit den Fahrern eine Sicherheit an die Hand geben.“ In der ersten Zeit nach Wiederöffnung von Schulen und Einrichtungen werden dann vielleicht pro Bus nur zwei Kinder befördert werden.

Seit zwei Wochen Krisenmanagement

Über allem steht der Erhalt der Arbeitsplätze. „Wir haben 110 Mitarbeiter und sehen uns für die in der Verantwortung.“ Glücklicherweise seien alle „wahnsinnig loyal“ und unterstützten den Arbeitgeber mit Urlaubstagen. Langfristig werden vielleicht die Werkstattaufenthalte weniger, befürchten die Schwestern, die sich ihren Optimismus erhalten haben. „Wir betreiben seit zwei Wochen Krisenmanagement und wir werden rauskommen.“

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