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Gericht Landsberg

12.02.2018

Landsberg: Ex-Kämmerer legt Revision ein

Der Ex-Kämmerer Manfred Schilcher (rechts) und sein Anwalt Joachim Feller (links) haben im Derivate-Prozess Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.
Bild: Thomas Wunder

Die Verteidigung von Manfred Schilcher will Derivate-Prozess an den Bundesgerichtshof verlagern. Der Landsberger Rechtsanwalt Joachim Feller bestätigt Revisionsantrag nach Karlsruhe.

Manfred Schilcher, ehemaliger Kämmerer der Stadt Landsberg, hat gegen das Urteil der großen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Augsburg Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt. Das erklärte soeben sein Verteidiger, der Landsberger Rechtsanwalt Joachim Feller, auf Rückfrage des Landsberger Tagblatts. Schilcher war vor Kurzem wegen Untreue in zwei Fällen zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Der 68-Jährige, so die Begründung des Vorsitzenden Richters Wolfgang Natale, habe sich in zwei Fällen der Untreue schuldig gemacht, als er riskante Derivatgeschäfte abschloss, die nicht mehr mit kommunalem Recht in Einklang standen.

Aus Sicht der Verteidigung, die auf Freispruch plädiert hatte, sei das Urteil in beiden Fällen zu Unrecht ergangen. Joachim Feller: „Der Kämmerer wurde von den Beratern der Bank fehlerhaft beraten und teilweise getäuscht.“ Das Landgericht, so Feller weiter, habe zu Unrecht angenommen, dass der Kämmerer einen Vermögensnachteil für die Stadt erkannt habe und darüber hinaus „billigend in Kauf genommen hat“. 

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