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Landsberg und der Holocaust: Ein schweres Erbe

Landsberg und der Holocaust: Ein schweres Erbe
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
26.05.2020

Landsberg hat aufgrund seiner Geschichte im Dritten Reich auch heute noch eine besondere Verantwortung. LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger über den Umgang mit der Geschichte.

Die Frage nach der Schuld und danach, wer was gewusst hat, wird in Sachen Drittes Reich immer wieder gestellt. Wir heute sind nicht schuld an diesen Verbrechen. Allerdings sollten wir uns gerade in einer Stadt mit der Vergangenheit Landsbergs richtig informieren und den Holocaust im Nachhinein als das erkennen, was er war: ein schreckliches Verbrechen gegen die Menschheit. Deutliche Spuren einer Zeit, in der jegliche Menschenrechte mit Füßen getreten wurden, gibt es gerade in unserem Landkreis.

Zahlreiche Erinnerungsorte wurden von den Gruppen, die sich mit Erinnerungsarbeit befassen, geschaffen. Wenn wir die Frage nach der Schuld in der heutigen Generation für uns stellen, dann sind wir allenfalls schuld, wenn uns auch heute noch die Einsicht fehlt, in die eigene Verantwortung mit diesem schweren Erbe einzutreten. Mitgefühl und Mitleid mit allen Opfern ist deshalb wichtig, aber auch eine klare Stellungnahme gegen rechtes Gedankengut. Dafür steht unsere Zeitung und dafür wird sie sich weiter einsetzen.

Stumme Zeugen der Geschichte

Die Stätten dieser Verbrechen sind stumme Zeugen der grauenvollen Schicksale der Nazizeit. Die noch lebenden Opfer sprechen und haben oft hier in den ehemaligen KZ, in Gedenkstätten und auch in Schulen über die Nazigräuel berichtet. Landsberg ist eine aufgeklärte Stadt – eine Stadt, die in zahlreichen Veranstaltungen immer wieder beweist, dass sie mit ihrer Verantwortung umzugehen weiß. Dafür muss man allen, die in der Gedenkarbeit engagiert waren und noch sind, immer wieder danken.

Lesen Sie dazu auch:„Die Quellen müssen kritisch beurteilt werden“

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