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Landsberger Ausgaben: Noch mal auf den Prüfstand

Kommentar Von Dominic Wimmer
06.04.2021

Plus Warum will die Stadt Landsberg so leichtfertig einen Schuldenberg inmitten der Corona-Krise anhäufen? Ein Kommentar von LT-Redakteur Dominic Wimmer.

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. So lautet ein altes Sprichwort. Und Notzeiten kommen für Städte und Gemeinden meist zeitlich versetzt nach Krisen.

Denn die Abhängigkeit von Steuern und Fördergeldern ist groß. Dass wir uns derzeit in einer der größten Krisen der vergangenen Jahrzehnte inmitten der Corona-Pandemie befinden, ist mehr als deutlich. Wie schwer werden die wirtschaftlichen Folgen für Städte wie Landsberg oder Gemeinden wie Denklingen ausfallen? Sie sind jedenfalls abhängig von ihren Gewerbesteuerzahlern, und nach wie vor ist nicht klar, wie herbe die Ausfälle werden. Umso mehr verwundert es, wie leichtfertig die Stadt Landsberg ihren Haushalt aufstellt und Neuverschuldung in Kauf nimmt.

Geld: Hat man Angst, Projekte noch einmal zu überprüfen?

Natürlich geht es immer um einen Haushaltsplan. Der ist nicht in Stein gemeißelt, und inmitten eines laufenden Haushaltsjahres gibt es stets Veränderungen – häufig werden veranschlagte Gelder nicht angerührt. Aber dass die Stadt Landsberg, die in den vergangenen acht Jahren unter Oberbürgermeister Mathias Neuner und einem weitsichtig handelnden Kämmerer Peter Jung das Sparen gelernt hat, nun auf einmal ihren Schuldenberg in diesen unsicheren Krisenzeiten ohne große Diskussion verdoppeln will, befremdet. Offenbar hat man Angst, weitreichende Entscheidungen, wie zum Beispiel die Sanierung des ohnehin seit Jahren geschlossenen Stadtmuseums, noch einmal zu überdenken.

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