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Bauausschuss

06.02.2015

Lechhang: Zum Ruethenfest soll die Treppe fertig sein

Wenn es das Wetter zulässt, dann wird die Sanierung des Lechhangs schon unmittelbar nach den Osterfeiertagen beginnen.
Bild: Thorsten Jordan

Ingenieurbüro legt neue Sanierungspläne vor. Startschuss nach Ostern

 Wenn es das Wetter zulässt, dann wird die Sanierung des Lechhangs schon unmittelbar nach den Osterfeiertagen beginnen können. Läuft dann alles nach Plan, und davon geht das beauftragte Ingenieurbüro Trepte-Häusele ( Germering) aus, dann sind die Arbeiten sogar schon zwei Wochen vor dem im Juli beginnenden Ruethenfest fertiggestellt.

Diesen Sicherheitspuffer haben die Ingenieure trotz aller optimistischer Prognosen noch eingeplant. Wolfgang Häusele, der die neuen Planungen im Bauausschuss vorstellte: „Wir werden schneller als bisher und auch deutlich günstiger arbeiten können.“ Die neue Lösung bedeutet: Anstelle eines schweren Langarmbaggers, für dessen Standsicherheit auf der Von-Kühlmann-Straße teure Kopfbalken im Hang verdübelt werden müssten, plant man nun mit drei kleineren Fahrzeugen, die parallel im Hang und unten neben dem Lechufer arbeiten könnten. „Das bringt uns eine deutliche Zeitersparnis und die Kosten können ebenfalls um rund 30 Prozent gesenkt werden.“ Diese Nachricht dürfte vor allem UBV-Stadtrat Wolfgang Neumeier gefreut haben, der schon im Herbst vergangenen Jahres die Meinung vertreten hatte, dass die ursprünglich geplante teure Kopfbalkensicherung entlang der Von-Kühlmann-Straße nur notwendig sei, wenn mit derart schwerem Arbeitsgerät vorgegangen werde. Er aber gab schon damals zu verstehen: „Ich kann Ihnen Firmen nennen, die mit kleinerem Gerät in den Hang einfahren und das Abrutschmaterial beseitigen.“

Diesen Ball hatten das Ingenieurbüro und die Tiefbauabteilung Hans Huttenlohers aufgenommen und die nun vorgestellte Variante erarbeitet. Nachdem also das abgerutschte Hangmaterial entfernt sei, werde der Hang zunächst von unten her nach oben durch drei Stützmauern abgesichert. Wolfgang Häusele: „Ganz unten am Weg benötigen wir eine rund 1,80 Meter hohe Schwergewichtsmauer, die den Hang stützt. Zwei weitere Steinmauern (1,20 bis 1,50 Meter hoch, Wasserbausteine) bilden zusätzliche terrassenförmige Absicherungen. Dann werde der Hang wieder mit Schottermaterial aufgebaut. „Damit ist der Hang dann zur Ruhe gekommen“, betonte Häusele, wenngleich er die von Petra Kohler-Ettner eingeforderte finanzielle Garantie nicht geben wollte. Es sei ingenieurtechnisch alles geprüft, der Hang damit absolut lagesicher. Allerdings arbeite man mit und in der Natur, „da kann nicht alles endgültig garantiert werden“.

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Die mit dem Hang teilweise abgerutschte Treppe werde den sich veränderten topografischen Verhältnissen angepasst. Dementsprechend wird der obere „Einstieg“ in die Treppe einige Meter in Richtung Süden (beim Fußgängerübeweg) an die Frühlingsstraße vorgezogen. Dabei handle es sich um den einzigen steileren Teil der Treppe mit rund 13 Stufen. Danach führe die Treppe in Form von mehreren, etwa 2,90 Meter langen und rund 60 Zentimeter hohen Podesten nach unten zum Lechsteg. Fahrräder oder Kinderwagen können also moderat nach oben geschoben werden. Die Treppe liege wieder auf dem Hang, passe sich der durch den Rutsch veränderten Lage an. Auf entsprechende Nachfragen antwortete Wolfgang Häusele: „Dadurch ist sie auch lagesicher.“

Die Entwässerung – das unterirdische Wasser war ja der Grund für das mehrmalige Abrutschen des Hangs – erfolge über Rigolen, also Rohre, die jeweils horizontal entlang der Hangkante und der Mauern sowie vertikal in den Hang eingebracht werden.

Sollte nun aber der Zeitpuffer von zwei Wochen bis zum Ruethenfest (17. Juli bis 26. Juli) eventuell aufgrund von schlechter Witterung aufgebraucht werden, sichert Häusele den Stadträten die Nutzung der neuen Treppe zu: „Sie wird begehbar sein.“ Eventuell müssten halt vorübergehend provisorische Handläufe montiert werden. Treppe und Lechweg werden aber uneingeschränkt begehbar sein.

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