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Lechsteg in Landsberg: Der Investor ist auch in der Pflicht

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Kommentar Von Gerald Modlinger
04.07.2019

Der in Landsberg geplante Lechsteg wird deutlich teurer. Die Kostensteigerung ist nicht hinnehmbar, sagt LT-Redakteur Gerald Modlinger.

Da müssen sich Oberbürgermeister, Stadtrat und Verwaltung etwas einfallen lassen: Der Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Lech darf keine Landsberger Elbphilharmonie und kein Landsberger BER-Flughafen werden. Eine Kostensteigerung von 3,9 auf rund sieben Millionen Euro, auf der allein Stadt und Städtebauförderung sitzen bleiben, ist nicht hinnehmbar.

Aber zunächst darf man gespannt sein, was die Prüfung des vorliegenden Angebots bringt. Sollte es überzogen sein, ist die Stadt zunächst fein raus. Dann muss sie den Auftrag nicht vergeben. Nur stellt sich dann die Frage, welche Preise ein dritter Anlauf für eine Auftragsvergabe bringt. So oder so ist zu befürchten, dass der Lechübergang am Mutterturm viel teurer wird, als bislang erwartet.

Neue Brücke ist ein Mehrwert

In der Pflicht, die Mehrkosten teilweise aufzufangen, ist auch der Investor am Papierbach. Sicherlich ist die neue Brücke ein Mehrwert für alle Landsberger, aber in besonderem Maße doch für die Investoren und künftigen Bewohner auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik. Und die Investoren haben zuletzt auch schon mal 480 zusätzliche Quadratmeter Geschossfläche am Nachfolgebau für den Karl-Schrem-Bau herausgeschlagen. Es ist nicht schwer auszurechnen, welchen Wert dies darstellt. Dasselbe gilt für die rund 200 Tiefgaragenstellplätze, deren Streichung der Stadtrat ehret+klein in Aussicht gestellt hat, wenn dort ein innovatives Mobilitätskonzept verwirklicht wird.

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Deutlich wird beim Lechsteg – aber auch beim Radweg an der Neuen Bergstraße – eines: Die Verkehrswege in Landsberg fußgänger- und radfahrerfreundlich umzugestalten, wird nicht nur ein politischer, sondern auch ein großer finanzieller Kraftakt. Und manches wird dabei zumindest kurzfristig unvollendet bleiben.

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