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Landsberg

03.10.2018

Lifeline-Kapitän Reisch fliegt wieder umsonst nach Malta

Seenotretter Claus-Peter Reisch ist jetzt schon zum dritten Mal umsonst von Landsberg nach Malta geflogen. Ihm wird vorgeworfen,  das Schiff Lifeline sei falsch zertifiziert. Die Verhandlungen werden aber immer wieder vertagt.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Der Prozess gegen den Landsberger Seenotretter geht im November weiter. Die Hilfsorganisation Mission Lifeline hat trotz allem Pläne für die Zukunft.

Zum dritten Mal ist Claus-Peter Reisch umsonst zu einem Gerichtstermin nach Malta geflogen: „Alles für die Katz’“, schreibt er am Dienstagmittag in einer WhatsApp-Nachricht. In Valletta findet derzeit ein Prozess gegen den Landsberger Kapitän des zivilen Seenotrettungsschiffes Lifeline statt. Nach Ansicht der Behörden in Malta ist die Flaggenzertifizierung der Lifeline falsch. Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge und laut Reisch haben sich die Niederländer noch immer nicht zu den Fragen der Anklage geäußert. Der Prozess werde deswegen zum dritten Mal auf 19. November verschoben.

Die Lifeline wird umgeparkt

Ganz umsonst ist Reisch aber nicht nach Valletta geflogen. Er parkt die Lifeline, die beschlagnahmt im Hafen liegt, um, da an dem bisherigen Liegeplatz ein Kreuzfahrtschiff anlegen wird. Von dieser Aktion hängt ab, wie lange er in Malta bleiben wird.

Bald ein neues Schiff unter neuer Flagge?

Positives gibt es aber offensichtlich hinsichtlich eines neuen Schiffs zu vermelden: Die Hilfsorganisation Mission Lifeline postete am Dienstag via Facebook, dass ihr Ersatzschiff eine Flagge habe. Welche wollen die ehrenamtlichen Seenotretter noch nicht verraten. Auf der Homepage der Organisation ist zu lesen, wie viele Spenden schon für ein zweites Schiff eingegangen sind: Mit 409.000 Euro sind rund 86 Prozent des neuen Fahrzeugs finanziert.

Wo es liegt und unter welcher Flagge es fahren wird, dazu will auch Reisch nichts sagen. Zu groß ist die Angst, dass die Gegner der privaten Seenotrettung, Wege finden, eine erneute Mission der ehrenamtlichen Helfer zu verhindern.

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04.10.2018

Da verdopple ich meine ursprünglich geplante Spende doch gleich mal, nachdem ich solche Kommentare lesen muss...

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03.10.2018

Fraglich ist, ob Herr Reisch bisher nur Menschen rettete, die wirklich in Seenot gerieten.
Falls auch Immigranten unmittelbar im Küstenbereich eingesammelt werden, wäre der Tatbestand der Seenot anzuzweifeln

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03.10.2018

Unglaublich, wie groß die Spendenbereitschaft für solch einen Schwachsinn ist!

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