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Sebastiansprozession

18.01.2014

Märtyrer und die Kraft Gottes

Findet jedes Jahr statt: Die Sebastiansprozession, die in der Landsberger Stadtpfarrkirche endet.

Katholische Pfarrgemeinden ehren den Schutzpatron der Stadt

Landsberg Nach mündlichen Überlieferungen wurde der Heilige Sebastian in der Pestzeit des Dreißigjährigen Krieges zum Schutzpatron der Stadt. Ein Deckenfresko im Schiff der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt zeigt Sebastian, der mit seinem Schild die Bürger der Stadt vor Blitzen des göttlichen Zorns schützt. Ein Engel neben dem Heiligen trägt dabei das Wappen der Stadt Landsberg. Alljährlich findet zum Sebastianstag eine Prozession durch die Altstadt von Landsberg statt. Heuer am Sonntag, 19. Januar.

Die Geschichte der Verehrung des Heiligen Sebastian in Landsberg geht bis ins späte Mittelalter zurück. Der älteste Hinweis findet sich in zwei Urkunden des Stadtarchivs aus dem Jahr 1402. In Urkunden im Stadtarchiv ist auch vermerkt, dass ein Bürger einen Teil seines Erbes unter anderem für die Messe des Heiligen Sebastian „zu seinem und seiner Brüder Seelenheil“ stiftete. Die Prozession reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Ob sie schon damals durch die Stadt führte oder nur innerhalb der Kirche abgehalten wurde, ist offen.

Die Prozession war seinerzeit eine von vielen, die jeweils an Heiligenfesten zum entsprechenden Altar in der Stadtpfarrkirche führte. 1613 wurde die Sebastiansbruderschaft gegründet. Ihr gehörten meistens Handwerker und Gesellen, aber auch Studenten und Geistliche an. Die meisten aus Landsberg. Die Bruderschaft führte die Prozession durch und finanzierte sie auch. Sie bestand bis 1954.

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Die Tradition der Prozession wird bis heute hochgehalten. Da konnten auch größere Baumaßnahmen wie zuletzt der Umbau des zentralen Hauptplatzes nichts daran ändern. Konnte die Strecke nicht abgelaufen werden, wurden kurzerhand Umleitungen in Kauf genommen. Spielt das Wetter nicht mit, wurde in der Vergangenheit ein stark verkürzter Umzug in der Stadtpfarrkirche durchgeführt.

Nun laden die katholischen Pfarreien der Stadt erneut dazu ein. Nach guter Tradition ist auch immer ein hoher geistlicher Würdenträger zu Gast. War es vor zwei Jahren Bischof Konrad Zdarsa und vor einem Jahr Weihbischof Florian Wörner, wird heuer Generalvikar Harald Heinrich erwartet. Er ist ja innerhalb der Diözese Augsburg für die Umsetzung der pastoralen Raumplanung zuständig.

Feierliche Andacht mit Festpredigt

Zum Prozessionsbeginn treffen sich die Gläubigen beider Pfarreien um 14 Uhr in der Ludwigstraße vor der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Den Abschluss bildet eine feierliche Andacht mit Festpredigt in der Kirche. Die Kollekte ist für das Sozialzentrum St. Martin bestimmt. (hön)

Die Strecke Die Prozession führt über Ludwigstraße, Vorderanger, Hinteranger, Schlossergasse, Herzog-Ernst-Straße auf den Hauptplatz. Dieser wird in Richtung Herkomerstraße überquert, von wo es bis zur Karolinenbrücke geht. Dort wendet die Prozession und führt über Hauptplatz und Ludwigstraße zurück in die Stadtpfarrkirche. Die Vereine aus der Stadt und allen Ortsteilen sind eingeladen, mit ihren Fahnenabordnungen an der Sebastiansprozession teilzunehmen.

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