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Windkraft

05.08.2016

Mehr Brise als gedacht

Lamerdinger freuen sich über eine höhere Verzinsung

Die beiden Bürger-Windräder in Lamerdingen konnten im ersten Betriebsjahr 2015 die prognostizierte Menge an Strom erzeugen. Aus beiden Anlagen wurden gut 11,5 Millionen Kilowattstunden Strom ins Mittelspannungsnetz eingespeist, womit (gemessen an der Einspeisevergütung in Höhe von 9,13 Cent pro Kilowattstunde) ein Umsatz von gut einer Million Euro erzielt wurde.

Um diese Strommenge in Kohlekraftwerken zu produzieren, müssten knapp 4000 Tonnen Kohle verbrannt werden, teilt das Unternehmen Bürgerwind Lamerdingen mit. Das entspreche drei langen Güterzügen.

Neue Gas-, Kohle- oder gar Atomkraftwerke kalkulieren mit Vergütungen über zehn Cent je Kilowattstunde. Fotovoltaik und Windenergie seien damit auf gutem Wege, zu den preiswertesten Kraftwerken zu werden. „Rechnet man die Folgekosten von Atom- und Kohlestrom ein, die grob unverantwortlich auf unsere Kinder und Enkel abgewälzt werden, sind heute schon Fotovoltaik- und Windenergieanlagen die preiswertesten Kraftwerke“, heißt es dazu in der Pressemitteilung wörtlich.

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Auch die Teilhaber der Bürgerwind Lamerdingen GmbH & Co. KG können sich freuen. Der Überschuss der Gesellschaft im Betriebsjahr 2015 fiel so hoch aus, dass anstelle der prognostizierten Dividende in Höhe von vier Prozent nun sechs Prozent an die Kommanditisten ausgeschüttet werden können. Aufgrund erheblicher Reduzierungen der Betriebskosten konnte zusätzlich zur Ausschüttung noch eine Darlehens-Sondertilgung in Höhe von 85000 Euro (entspricht 2,8 Prozent des Kommanditkapitals) beschlossen werden.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016 wurden die Windprognosen weit übertroffen. So lag die Stromproduktion der ersten sechs Monate des Jahres bereits bei 66 Prozent der Jahresprognose – einschließlich Juni wurde also so viel produziert, wie eigentlich bis Ende August erwartet worden war. (lt)

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