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15.07.2010

Mehr Service und faire Preise

Der Tourismusverband Lech-Ammersee besichtigte in Denklingen die Fünf-Sterne-Pension Benefizium. Hubertus Nicolai hatte das Anwesen gekauft und liebevoll restauriert. Fotos: Julian Leitenstorfer
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Der Tourismusverband Lech-Ammersee besichtigte in Denklingen die Fünf-Sterne-Pension Benefizium. Hubertus Nicolai hatte das Anwesen gekauft und liebevoll restauriert. Fotos: Julian Leitenstorfer

Landkreis, Dießen Eine erfreuliche Tendenz kann der Tourismusverband Ammersee-Lech melden: Immer mehr Hoteliers, Pensionsinhaber und Vermieter von Ferienwohnungen werden Mitglieder. Allein im vergangenen Jahr waren es 25, die dem Verband beitraten. Er zählt nun 225 Mitglieder.

Landrat Walter Eichner als Vorsitzender berichtete auf der Ausschusssitzung in Dießen. War er doch soeben von seiner jährlichen Informationsfahrt zurückgekommen, die ihn diesmal ins Fuchstal geführt hatte. Dort hatte er sich zusammen mit der Vermieterin Siegrid Heinke zertifizierte Ferienwohnungen angeschaut, also Wohnungen, die aufgrund ihrer Ausstattung und der Lage einen oder mehrere Sterne erhalten haben.

Immer mehr Buchungen über das Internet

"Immer mehr Übernachtungen werden über das Internet gebucht, und da schauen die Leute nach, welche Hotels oder Ferienwohnungen zertifiziert sind. Das ist ein wichtiges Auswahlkriterium", sagte Eichner nach der Sitzung im Gasthof und Hotel "Seefelder Hof" (das einzige Drei-Sterne-Hotel in Dießen).

Mehr Service und faire Preise

Tourismus-Geschäftsführerin Ulla Kurz ergänzte: "Hoteliers und Vermieter von nicht zertifizierten Häusern werden das in absehbarer Zeit spüren, deren Buchungen werden zurückgehen." Sie hat auch festgestellt, dass es weniger Streitereien mit Urlaubern gibt, wenn diese durch die Anzahl der Sterne wissen, was sie an Komfort erwarten dürfen und was nicht: "Die Reklamationen sind weniger geworden." Leider seien aber erst 30 Prozent der Hoteliers und der Vermieter zertifiziert.

Der Landkreis Landsberg habe seinen Gästen viel zu bieten. Neben der Voralpenlandschaft, dem Ammersee und der Kirchenkultur ist es die Nähe zu München, die den Landkreis attraktiv macht. "Wir müssen diese Schiene weiterfahren - nichts Superluxuriöses, nichts Überkandideltes, aber Qualität zu fairen Preisen", sagte der Landrat, "und wir müssen mehr Service anbieten."

So plant man für das nächste Jahr, Verleihstationen für Elektrofahrräder einzurichten. Das sei der Trend, auch unter Berücksichtigung der vielen älteren Touristen, für die das Bergauf und Bergab zu beschwerlich sei. Dieses Stichwort griff Bürgermeister Peter Wittmaack (Schondorf) auf: "Wir müssen auch behindertenfreundliche Quartiere anbieten, wir haben in Schondorf keine einzige solche Wohnung. Das wird aber stark nachgefragt." Bürgermeister Josef Lutzenberger (Utting) weiß in seinem Dorf keine behindertenfreudliche Unterkunft.

In Zukunft will man den Gästen noch genauere Informationen anbieten. Etwa in Form einer Mappe, die der Vermieter auslegt, aus der Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel und der Ammersee-Schifffahrt, aktuelle Veranstaltungen, Restaurants, Ausflugsmöglichkeiten zu entnehmen sind.

Das sollte Standard in allen Häusern sein (bisher eine freiwillige Service-Leistung netter Vermieter). Und dazu - wünscht sich Walter Eichner - sollte überall ein Bildband über den Ammersee ausliegen. Den möchte der Tourismusverband zur Verfügung stellen.

An die Adresse der anwesenden Ammersee-Bürgermeister fügte er hinzu: "Dazu müssten Sie sich etwas mehr engagieren, ich denke an 10 000 bis 12 000 Euro. Das erwarte ich fürs nächste Jahr." (jner)

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