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Penzing

03.01.2019

Mehr als eine Million Euro für zwei Kirchen in Penzing und Ramsach

Pfarrer Martin Rudolph im Dachstuhl von St. Pankratius in Ramsach. Dort sind mehrere Balken marode.
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Pfarrer Martin Rudolph im Dachstuhl von St. Pankratius in Ramsach. Dort sind mehrere Balken marode.
Bild: Julian Leitenstorfer

In St. Martin in Penzing und St. Pankratius in Ramsach gibt es statische Probleme. Ab dem Frühjahr sollen sie behoben werden. Wir stellen die Pläne vor.

Zwei Kirchen in der Gemeinde Penzing müssen demnächst renoviert werden. An der Pfarrkirche St. Martin in Penzing sowie an St. Pankratius in Ramsach sind statische Instandsetzungen erforderlich. Deswegen hat sich der Penzinger Gemeinderat vor Kurzem mit Förderanträgen der Pfarreiengemeinschaft Penzing-Weil für die Baumaßnahmen befasst. Baubeginn in beiden Orten soll im Frühjahr sein, wie Pfarrer Martin Rudolph auf Nachfrage unserer Zeitung sagt.

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Die Besucher von St. Martin müssen laut Pfarrer Rudolph eventuell mit Sperrungen rechnen, in Ramsach sei eine Kirchenschließung wohl nicht erforderlich. „Bei jeder Maßnahme ist es ein Krimi bis zum Schluss, wie die Ausschreibungen und Kosten laufen“, sagte er. Laut den Förderanträgen werden es für beide Maßnahmen rund 1,1 Millionen Euro sein, zehn Prozent Zuschuss gewährt die Kommune.

Wird der Kirchturm saniert?

Die Voruntersuchungen in der Penzinger Kirche St. Martin sind abgeschlossen. Sie reichen bis ins Jahr 2016 zurück. Dringender Reparaturbedarf bestehe, da die Standsicherheit des Gebäudes nicht mehr gegeben sei. Die Pfarrei geht von Kosten in Höhe von 593.000 Euro aus. Hinzu kommen 7000 Euro für das Vorprojekt, bei dem der Sanierungsbedarf festgestellt wurde. Zehn Prozent Zuschuss, das entspricht 60.000 Euro, gewährt die Kommune nach einem einstimmigen Ratsbeschluss. Offen ist Pfarrer Rudolph zufolge noch, ob auch der Kirchturm saniert wird.

Mehr als eine Million Euro für zwei Kirchen in Penzing und Ramsach

Bei St. Pankratius in Ramsach muss der Dachstuhl wegen Fäulnisschäden saniert werden. Das Dach werde neu eingedeckt, die Außenfassade erneuert. In einem zweiten Bauabschnitt (geplant ab 2020) folgt die Innensanierung. Sie beinhaltet die Raumschale mit Malereien, die Altäre und Figuren. Was gemacht werden kann, hänge von den Ausschreibungsergebnissen ab.

Der Pfarrer ist das Sanieren bereits gewohnt

Für St. Pankratius hatte die Gemeinde bereits 2017 einen Vorschussbescheid erteilt, das Vorhaben wurde jedoch nicht realisiert. Aktuell erfolgt eine Aufteilung auf zwei Bauabschnitte, um die Finanzierung leichter stemmen zu können. Die Kosten von rund 500.000 Euro beruhen auf den Ergebnissen einer zweiten Ausschreibung, da auf eine erste im Frühjahr für einige Gewerke keine Angebote eingingen beziehungsweise „das Ergebnis der Ausschreibung einerseits völlig überhöht war“, wie Bürgermeister Johannes Erhard sagt. Auch für Ramsach gewährt die Gemeinde einen zehnprozentigen Zuschuss in Höhe von rund 50.000 Euro auf Basis der Kostenermittlung.

Für Pfarrer Martin Rudolph, er ist zuständig für die Pfarreiengemeinschaft Penzing-Weil, sind zeitgleiche Bauprojekte in zwei Gotteshäusern keine ungewohnte Herausforderung. „In den vergangenen drei Jahren hatten wir Baumaßnahmen mit über drei Millionen Euro zu bewältigen. Mittlerweile sind wir das Prozedere gewohnt“, sagt er. Die Renovierungen hätten begonnen in Pestenacker, dann folgten Beuerbach, Weil, Petzenhausen und Oberbergen bis zuletzt der Pfarrhof in Schwifting saniert wurde.

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