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Hofstetten

20.01.2020

Mehrzweckhalle: Im fünften Anlauf gibt es eine Lösung für die Gebühren

Die Mehrzweckhalle in Hofstetten: Um die Höhe der Nutzungsgebühren für Vereine bei Festen ging es jetzt im Gemeinderat.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Die Hofstettener Vereine wollen die Mehrzweckhalle bei Festen kostenlos nutzen. Das sorgt für Kritik im Gemeinderat und gleich mehrere Abstimmungen. Jetzt steht eine Lösung.

Erst im fünften Anlauf haben sich die Hofstettener Gemeinderäte auf eine Neuregelung geeinigt, wie viel die Vereine künftig für die Nutzung der Mehrzweckhalle bei Festen zahlen sollen. Anlass der Debatte war ein Antrag der Vereine, die sich eine Senkung der Nutzungspauschale, die bislang bei 150 Euro pro Fest lag, wünschten.

Beantragt wurde ein Kostenfreibetrag in genau dieser Höhe. Nur darüber hinausgehende Kosten für anfallende Nebenkosten wie Strom oder Wasser sollten den Vereinen in Rechnung gestellt werden. Festlichkeiten wie das Weinfest würden immer weniger besucht. Deshalb sei die Wirtschaftlichkeit nicht mehr so groß, stand im Antrag.

Welche Gebühren bislang für die Hallennutzung anfielen

„Was nichts kostet, ist auch nichts wert“, hieß es aus den Reihen der Gemeinderäte. Außerdem würde man damit Begehrlichkeiten anderer Veranstalter Tür und Tor öffnen. Zumal jeder Verein nach einer Veranstaltung, die sich nicht gelohnt habe, einen Zuschussantrag bei der Gemeinde stellen könne, hieß es. Mancher Gemeinderat konnte sich darüber hinaus auch nicht vorstellen, dass ein einmaliger Betrag von 150 Euro im Jahr für einen Verein tatsächlich ein großes Thema sei. Die Vereine müssten sich eben Gedanken über andere Veranstaltungsformen machen, dann kämen vielleicht auch wieder mehr Besucher. Befürchtet wurde auch, dass die Abschaffung der Nutzungspauschale einer Subventionierung mit Steuergeldern gleichkomme. Nicht jeder Hofstettener besuche die Veranstaltungen und müsste trotzdem mit seinen Steuern das Ganze mittragen, hieß es.

„Manche Bürger subventionieren den Kindergarten auch, obwohl sie keine Kinder dort haben“, konterte Gemeinderat Stefan Dietmair. Er schlug vor, jedem Verein für einen Veranstaltungstag die Halle kostenfrei zu überlassen. „Zumal nach jedem Fest die Halle sauberer übergeben wird als zuvor.“ Später stellte Dietmair den Antrag, die Pauschale auf 50 Euro zu reduzieren.

Zunächst herrscht Ratlosigkeit am Ratstisch

„Diese Feste sind für unser Dorf sehr wichtig“, gab Gemeinderätin und Bürgermeisterkandidatin Ulrike Högenauer zu bedenken. Sie schlug zunächst vor, den Vereinen zumindest die Pauschale für den Schutzboden in Höhe von 50 Euro zu erlassen. Im Verlauf der Debatte stellte sie dann den Antrag auf eine Pauschale von 80 Euro pro Fest in der Halle. Bürgermeister Benedikt Berchtold gab in der Diskussion zu bedenken, dass die Gemeinde Hofstetten jährlich allein für diverse Prüfungen im Zusammenhang mit der Halle als Versammlungsstätte für bis zu 400 Personen rund 5000 Euro aufwenden müsse. Er schlug dem Gemeinderat vor, die Nutzungspauschale auf 100 Euro zu reduzieren.

Bei der Abstimmung über die Anträge zeigte sich, wie schwer sich der Gemeinderat tat, eine Neuregelung zu finden. Högenauers Antrag auf 80 Euro pro Fest wurde mit 6:7 Stimmen abgelehnt. Auch Berchtolds Antrag auf 100 Euro Nutzungspauschale fand zunächst mit 6:7 Stimmen keine Mehrheit. Neun Gemeinderäte stimmten gegen Dietmairs 50-Euro-Vorschlag und auch der Antrag der Vereine wurde mit 4:9 Stimmen abgelehnt. Nach Minuten der Ratlosigkeit stellte Gemeinderätin Marianne Asam noch einmal den Antrag, eine Nutzungspauschale in Höhe von 100 Euro zu verlangen. Mit der knappen Mehrheit von einer Stimme wurde diesem Antrag stattgegeben.

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