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Chorkonzert

11.01.2017

Momente der Stille und der Freude

Momente der Stille und Besinnung gab es beim Weihnachtskonzert des Chorverbandes Landsberg (links: Bläsergruppe bLechtett, rechts: Vocalensemble).
Bild: Herzog

Sechs Chöre und die Bläsergruppe bLechtett beenden die Feiertage musikalisch

„Nun singet und seid froh…“ Auf diesen kurzen Nenner fasste Matthias Utz mit dem Vocalensemble Landsberg das zusammen, was zuvor sechs Chöre des Chorverbandes Landsberg mit gesanglicher Leidenschaft an besinnlicher Stimmung in der Stadtpfarrkirche Zu den heiligen Engeln verbreiteten. Es war ein beeindruckender Klangteppich, den das Vocalensemble bei der Beschreibung der Krippenszene in Alwin Schronens „Entre le bœuf et l´âne gris“ und den anfangs genannten „In dulci jubilo“ von William Hawley als Abschluss des Weihnachtskonzertes auslegte.

Dass aber Leidenschaft und Besinnlichkeit kein Widerspruch sind, das war gleich zum Beginn des Konzertes zu spüren, als der Gastchor Liederkranz Mering unter der Leitung von Marina Osipova einen stimmungsvollen Bogen von der Romantik in die Moderne schlug – mit dem Schlussgesang aus Camille Saint-Seans Weihnachtsoratorium, einem russisch-orthodoxen Cherubimgesang von Dimitri Bortnianskyi sowie Lorenz Maierhofers „Himmlischer Adventsjodler“.

Der Männerchor Erpfting unter der Leitung von Katalin Zsemberi begann feinfühlig mit „Tebe Pajom“ von Bortnianskyi und rhythmisch sauber mit dem Trommellied nach Wolfgang Lüderitz. Voralpenländisch traditionell in Tracht und auch in der Liedauswahl („Josef und Maria“, „Dreikönigslied“ und „Aus einer schönen Rose“), präsentierte Günther Först den Iglinger Männerchor mit kraftvoll intonierenden Stimmen. Mit feinen weiblichen Stimmen setzte der Landfrauenchor Landsberg einen schönen Kontrapunkt. Martha Verweinen führte das Frauenensemble souverän durch heimatliches Liedgut. Begleitet von Flöten- und Saitenklängen verbreiteten sie im Kirchenraum so ein Gefühl von Wohlbefinden.

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Auch zwei weitere gemischte Chöre wussten zu überzeugen. Da war zunächst der Gesangverein Kaufering unter der Leitung von Julia Wegmann. Der frohlockende Gesang bei „Tochter Zion“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium war ebenso überzeugend wie das feinfühlig vorgetragene Traditionsstück „Zu Bethlehem geboren“. Felix Mathy begleitete gekonnt an der Orgel und leitete danach den Weiler Chor Vox Villae. Gewohnt ausdrucksstark interpretierte der Chor das bekannte „Es ist ein Ros entsprungen“, verbreitete mit „Weihnacht, strahlendes Fest“ nordisch-kühle Festtagsstimmung, um dann mit „Verleih uns Frieden gnädiglich“ einen wunderschön ruhigen, ja seelenruhigen, Abschluss zu finden. Das Bläserquartett „bLechtett Scheuring“ hatte unter der Leitung von Petra Iral mit feierlichen Melodien die gesanglichen Beiträge ausdrucksstark verbunden.

Die Vorsitzende des Chorverbandes, Maria Thomamüller, hatte zur Begrüßung das Motto „Lobpreiset all zu dieser Zeit“ ausgegeben. Dem sind die Chöre und Bläser gefolgt und haben beim Konzert in der Stadtpfarrkirche Momente der Stille und Besinnung aber auch der Freude am Singen und Musizieren zum Ausdruck gebracht.

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