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Kreis Landsberg

18.01.2020

Mutmaßliche Brandstifter müssen in U-Haft

Immer wieder brannte es im Raum Landsberg: Die Polizei hat in der Nacht auf Freitag die mutmaßlichen Serien-Brandstifter geschnappt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Zwei junge Männer sollen insgesamt zwölf Feuer im Raum Landsberg gelegt haben. Nun müssen die mutmaßlichen Brandstifter in U-Haft.

Seit Mitte Dezember haben Brandstifter Polizei und Landwirte im Raum Landsberg in Atem gehalten. Insgesamt zwölfmal schlagen sie zu und fackeln auch Scheunen ab.

Besonders skrupellos ist der Fall in Scheuring. Hier sterben in einem Feldstall qualvoll mehr als 200 Schafe. Die 14-köpfige Sonderermittlungsgruppe "Feldscheune" setzt alles daran, den Feuerteufeln das Handwerk zu legen. In der Nacht auf Freitag gehen die Verdächtigen einer Polizeistreife auf frischer Tat ins Netz.

Am Samstag hat ein Ermittlungsrichter entschieden, dass die beiden Männer in U-Haft müssen. Laut Polizei befinden sich die Verdächtigen bereits in zwei unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Das Motiv der mutmaßlichen Täter ist noch unbekannt. Der 25-jährige Arbeitslose ist für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Immer wieder kam er mit dem Gesetz in Konflikt. In seiner Strafakte stehen Diebstahl, Bedrohung und Fahren ohne Führerschein. Bei seinem mutmaßlichen Komplizen handelt es sich um einen Bundeswehrsoldaten. Dieser war bisher nicht auffällig. Beide lernten sich bei der Truppe kennen.

Brandstifter starteten ihre Feuerserie im Landkreis Landsberg am 12. Dezember 2019

Angefangen hat alles am 12. Dezember 2019. An diesem Donnerstagabend brennt kurz nach 18 Uhr ein Feldstadel westlich von Dießen nieder. Innerhalb weniger Tage verzeichnet die Feuerwehr im Landkreis Landsberg ein halbes Dutzend Brände. Schnell fällt der Verdacht auf das Treiben eines Feuerteufels.

Scheunen, Mülltonnen, Altpapiercontainer - nichts ist vor dem Feuerleger sicher. Entsprechend verunsichert ist die Bevölkerung. Polizei wie Landwirte gehen nachts verstärkt auf Streife. "Es war ein schönes Miteinander von Bürgern und Polizei", resümiert ein Polizeisprecher.

In der Nacht auf Freitag lohnt sich der Einsatz: Per Zufall entdeckt eine Streife um ein Uhr nachts bei Unterdießen ein Feuer an einem Holzlager. Den Beamten gelingt es, die Flammen zu löschen. Dabei sehen sie, wie ein 3er BMW mit zwei Männern vom Tatort davonbraust. Es beginnt eine rasante Verfolgungsjagd. In Thaining, dem Wohnort des Arbeitslosen, ist die Flucht zu Ende. Die Polizisten stellen die mutmaßlichen Brandstifter.

Im Zuge des Verhörs gestehen die Männer, das Feuer in Unterdießen gelegt zu haben und bestätigen weitere Taten. Nun laufen die Ermittlungen weiter, während die Verdächtigen in U-Haft sitzen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Brandserie gelöst: Tolle Arbeit der Polizei

Hier können Sie die Pressekonferenz noch einmal anschauen. Sollte das Video auf Ihrem Gerät nicht korrekt abspielen, finden Sie das Video auch hier direkt auf unserer Facebook-Seite.

Pressekonferenz zur Brandserie

Pubblicato da Landsberger Tagblatt su Venerdì 17 gennaio 2020

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