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Schaden

24.11.2011

Nach Bränden: Sparkasse baut Fotovoltaikanlage ab

Drei Mal fing die auf diesem Dach im Frauenwald montierte Fotovoltaikanlage Feuer. Mittlerweile wurde sie abgebaut.
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Drei Mal fing die auf diesem Dach im Frauenwald montierte Fotovoltaikanlage Feuer. Mittlerweile wurde sie abgebaut.
Bild: Foto: Leitenstorfer

Anlage auf Dach einer Filiale in Landsberg entfernt. Ursache für Feuer auf Gebäude im Frauenwald war Konstruktionsfehler

Landsberg Ähnlich wie in Deutschland ist auch im Landkreis Landsberg die Zahl der installierten Fotovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Den wenigsten Betreibern dürfte aber bewusst gewesen sein, dass solche Anlagen auch Feuer fangen können. Brandschäden treten zwar selten auf, wenn es brennt, dann sind die Folgen aber umso verheerender. Anfang Oktober fing im Frauenwald eine Anlage im Indach-System gleich drei Mal Feuer (LT berichtete). Schuld war offenbar ein Konstruktionsfehler. Deswegen baut die Sparkasse Landsberg jetzt eine Anlage des selben Typs in ihrer Filiale in der Münchner Straße wieder ab.

Gestern Nachmittag war das Dach bereits leer. „Wir werden in Ruhe eine neue Anlage aussuchen“, sagt Hans Reiter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Nach den Bränden an der Anlage auf dem Gebäude der insolventen Firma systaic in der Emmy-Noether-Straße hatte Hans Reiter sofort die baugleiche Anlage auf dem Dach der Filiale in der Bayervorstadt im Sinn. Die Sparkasse beauftragte einen Gutachter, der einen Fehler in der Konstruktion feststellte. Über den Zwangsverwalter wurde angeordnet, die beschädigte Fotovoltaikanlage komplett abzubauen. Die Schäden am Dach würden repariert.

Rational interessiert sich für das benachbarte Gebäude

Nach Bränden: Sparkasse baut Fotovoltaikanlage ab

Knapp 100000 Euro hat die Sparkasse laut Hans Reiter in die Anlage auf dem Dach des Gebäudes in der Münchner Straße investiert. Der Verlust sei ärgerlich, weil von der Firma systaic nichts mehr zu holen sei. Wie bereits berichtet, hatte das Düsseldorfer Unternehmen Mitte Dezember vergangenen Jahres einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zur Insolvenzmasse gehört das Gebäude im Frauenwald, dessen Dachfläche an eine Firma vermietet wurde, die darauf die Fotovoltaikanlage betrieben hat. Die Sparkasse ist von Konkursverwalter damit beauftragt, das Gebäude zu verkaufen. Einer der Interessenten ist der nördliche Nachbar, der Hersteller von Großküchengeräten Rational. „Wir haben unser grundsätzliches Interesse bekundet“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Blaschke. Es sei aber nichts entschieden, nicht verhandelt worden und das Ende offen.

Auf dem Dach der ehemaligen Produktionsstätte von systaic im Frauenwald wurden nach Angaben des Unternehmens 2315 Energieeinheiten zu je 130 Watt verbaut. 48 Wechselrichter wandelten elektronische Leistung in für das Netz konformen Strom um und speisten diesen in das örtliche Stromnetz. Da das Dach des Gebäudes unterschiedliche Neigungen aufweist, seien Wechselrichter verschiedenen Typs eingesetzt worden. Die Unterkonstruktion bestand aus einem Kreuzschienenverband mit Komponenten aus Aluminium und Edelstahl.

Bei den Bränden entstand ein Schaden von etwa 260000 Euro

Bei den drei Bränden Anfang Oktober wurde eine Fläche von rund 200 Quadratmetern beschädigt. Die Polizei ging von einem Schaden in Höhe von 260000 Euro aus und nannte einen technischen Defekt als Ursache. Der von der Sparkasse beauftragte Gutachter spricht von einem Konstruktionsfehler, der letztlich einen Kurzschluss verursachte, weswegen Unterkonstruktion und Anlage Feuer fingen. Die Feuerwehr musste jeweils von der Drehleiter aus mit einem speziellen Schaum löschen. Das Betreten des Daches war zu gefährlich, weil die Anlage nach wie vor Strom produzierte und unter Spannung stand.

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