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Nach Überfall: Mut kann man nicht erklären

Kommentar Von Dominic Wimmer
10.01.2019

Sie haben auf den ersten Blick alles richtig gemacht. Wie Familie Röbel den Tankstellenräuber überlistet hat, ist aller Ehren wert.

Man möchte nicht tauschen mit Harald und Vanessa Röbel. Was sie am Mittwochmorgen in ihrer Tankstelle in Kaufering erlebt haben, erinnert an einen TV-Krimi. Nicht viele Menschen sehen sich im Lauf ihres Lebens mit einem Verbrecher konfrontiert, der einem auch noch eine Waffe vor die Nase hält. In solch einem Moment fällt rationales Denken nicht leicht. Aber Vanessa Röbel hat trotz ihrer Angst eine kluge Entscheidung getroffen, obwohl keine Zeit zum Nachdenken blieb. Und auch ihr Vater griff sofort ein, als er sah, dass seine Tochter in Gefahr ist.

Lesen Sie den Artikel zum Kommentar: Wie Vater und Tochter den Tankstellenräuber überlisteten

Wegschauen sollte man auf keinen Fall

Es gelang ihm, den Täter zu überwältigen, zu verfolgen und dingfest zu machen, bis die Polizei ihn verhaften konnte. Dieser Mut ist aller Ehren wert. Aber: Was, wenn der Täter nicht so schmächtig gewesen wäre? Was, wenn die Waffe echt gewesen wäre? Harald Röbel hatte keine Zeit, sein Handeln zu überdenken. Für ihn war es zu jeder Sekunde klar, seine Tochter zu retten und den Angreifer nicht davonkommen zu lassen. Er macht keinen Hehl aus seiner Einstellung: Er würde überall eingreifen und kann sich nicht erklären, wie Leute – zum Beispiel in der U-Bahn – wegschauen. Zivilcourage kann man nicht erklären. Entweder man hat sie oder nicht.

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