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Gauschießen

28.05.2017

Nicht alle Favoriten setzten sich durch

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3 Bilder
Scheurings Schützenmeister Franz Berghofer (rechts) mit den Gewinnern des Finalschießens (von links): Michael Lechle, Daniela Stork, Markus Brosselt-Guggemos, Julia Balser und Gerhard Zierer.
Bild: Julian Leitenstorfer

Im Finale gab es einige Überraschungen. Ludenhausen jubelt zweimal.

Recht unterschiedlich gelaufen ist es in den fünf Wettkampfgruppen beim Finalschießen in Scheuring. Während mit dem Luftgewehr die favorisierten Spitzenkräfte die vorderen Plätze im voll besetzten Zelt in beiden Altersklassen unter sich ausmachten, mussten mit der Luftpistole die hoch gehandelten Gastgeber trotz Heimvorteils und stimmkräftiger Unterstützung der eigenen Anhänger den Sieg etwas überraschend der Konkurrenz überlassen. Auch der Ausgang bei den Senioren mit dem Luftgewehr aufgelegt konnte so nicht unbedingt erwartet werden.

Gerhard Zierer und Fridolin Bleicher waren nämlich gerade noch in das Feld der zwölf Finalteilnehmer gerutscht. Hier hatten beide beim vierten Schuss mit einer 9,9 Glück, da in der Regel nicht einmal eine Zehn vor dem Komma das Weiterkommen garantierte. Dann aber legte das Duo mit Bombentreffern los. Im alles entscheidenden Duell behielt Zierer hauchdünn mit 10,5:10,3 die Oberhand. Hart war das Ausscheiden für den Drittplatzierten Wilhelm Schwarzwalder mit einer 10,5.

Beim Nachwuchs hatte mit der Luftpistole Henrik Balg durch die beste Auftaktserie nach drei Versuchen seine Favoritenrolle bestätigt. Er steuerte auch bei den nächsten Runden sicher dem Sieg entgegen. Doch beim vorletzten Durchgang musste er Markus Brosselt-Guggemos und Maximilian Gäch (10,0) den Vortritt überlassen. Ein einziges Zehntel mehr entschied letztlich das Endduell zugunsten von Markus Brosselt-Guggemos aus Ludenhausen.

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Dessen Mutter Michaela Brosselt-Guggemos hatte bereits vor dem Start den Beifall der zahlreichen Zuschauer verdient. Sie konnte sich als einzige Frau für das Pistolenfinale der Erwachsenen qualifizieren. Hier war für die Stammkraft des Bundesliga-Aufsteigers Peiting allerdings recht früh Endstation. Der Wettbewerb begann gleich mit einem richtigen Knaller. Nach der ersten Serie mussten zusammen mit Helmut Ettner auch Bernd Zeisberger, der mit der 99 Ringen auf die Meisterscheibe auf Stand eins in den Wettbewerb gegangen war, und das das Scheuringer Ass Oliver Balg ihre Sportwaffe ablegen.

Obwohl die Gastgeber als Aufsteiger in die 1. Bundesliga gleich mit sechs Aktiven vertreten waren, setzte sich der „Rest der Welt“ am Ende durch. Die Reischer Spitzenkraft Michael Lechle legte bei der Startserie gegen die bärenstarke Konkurrenz die höchste Ringzahl vor, hatte aber nachfolgend zweimal das Glück, dass er gerade noch mit einem Zehntel mehr den nächsten Durchgang erreichte. Im letzten Duell behielt er dann recht sicher mit 9,8:9,3 gegen den Eresinger Roland Höß die Oberhand.

Nicht mit sich reden ließen die Favoriten bei den beiden Wettbewerben mit dem Luftgewehr. Erwartungsgemäß machten beim Nachwuchs die beiden Emmenhausener Ausnahmetalente Julia Balser und Fabian Scheitle das goldene Ende unter sich aus. Wie bei den Pistolenkräften brachte ein einziges Zehntel mit 9,9:9,8 die Entscheidung zugunsten von Julia Balser. Mit dem Erfolgsduo bis zum vorletzten Versuch mithalten konnte Katharina Förstle, die sich ebenfalls mit einer 100er-Serie auf die Meisterscheibe für das Finale qualifiziert hatte.

Zum kompletten Spiegelbild für die Meisterscheibe wurde auch der hochklassige Abschluss der Erwachsenen mit dem Luftgewehr. Daniela Stork war mit 3x100 Ringen auf die Meisterscheibe qualifiziert, Stephan Sanktjohanser mit 2x100. Und auch die Nächstplatzierten Ramona Förstle, Florian Völk und Melanie Ströbele hatten diese Optimalausbeute erreicht. Beim vorletzten Durchgang der gesamten Veranstaltung wurde den Zuschauern doch noch ein Stechen geboten. Nach einer gemeinsamen 9,1 erreichte Daniela Stork in der Zusatzaufgabe gegen Ramona Förstle mit 10,3:10,1 das entscheidende Duell mit Stephan Sanktjohanser. Und auch hier hatte sie gegen den Bayernliga-Schützen mit 10,2:10,0 zwei Zehntel mehr zu bieten.

Zum zweiten Mal gab es damit für den zahlreich und lautstark vertretenen Anhang aus Ludenhausen Anlass zu großem Jubel.

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