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Egling

04.04.2019

Norovirus: Ein ganzer Kindergarten macht dicht

Der Kindergarten in Egling schließt vorübergehend. Der Grund ist der Norovirus, der umgeht.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall: In einer Kindertagesstätte im Landkreis Landsberg geht der Norovirus um. Das Gesundheitsamt zieht jetzt die Notbremse.

Im Lauf der vergangenen zwei Wochen haben sich rund 40 Kinder in Egling mit dem Norovirus angesteckt, zuletzt meldeten sich gleich zehn Kinder und drei Erzieherinnen einer Kindergartengruppe krank. Jetzt hat das Gesundheitsamt die Notbremse gezogen: Die Kindertagesstätte St. Antonius in Egling bleibt für zwei Tage geschlossen.

Rund 120 Mädchen und Buben besuchen die Kindertagesstätte in Egling, 80 von ihnen den Kindergarten. Dort häuften sich in den vergangenen zwei Wochen akute Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall, wie die stellvertretende Leiterin Kristina Korn auf Nachfrage unserer Zeitung sagt. Als nun innerhalb einer Gruppe innerhalb kürzester Zeit zehn weitere Kinder und drei Erzieherinnen krank wurden, reagierte das Landsberger Gesundheitsamt.

Der Kindergarten ist bis Montag geschlossen

Und so wurde am Donnerstagvormittag entschieden, die Kindertagesstätte am Freitag und Montag zu schließen, wie Birgit Brünes-Holz, die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts, sagt. Sie geht davon aus, dass sich die Kinder und Erzieherinnen mit dem Norovirus angesteckt haben. Im Landkreis habe es in den vergangenen Wochen mehrere solcher Fälle gegeben – in Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen und im Klinikum.

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Der Norovirus ist eine sehr häufige Ursache von Magen-Darm-Erkrankungen. Typisch für eine Infektion sind Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Die Viren können von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion, aber auch über Gegenstände oder Lebensmittel übertragen werden. Deswegen wurde die Einrichtung jetzt gesperrt, um entsprechende Hygienemaßnahmen durchführen zu können, wie es Birgit Brünes-Holz formuliert. Spielzeug, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände werden von den Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte mit einem Desinfektionsmittel gereinigt.

Was für Erkrankte wichtig ist

Die Eltern wurden via Aushang über die Schließung informiert, zudem veranlasste die Gemeinde eine Pressemitteilung. „Wir hoffen, dass die Eltern für die zwei Tage eine Betreuung für ihre Kinder finden“, sagt Kristina Korn. Möglicherweise könnten sich ja Eltern gegenseitig unterstützen. Birgit Brünes-Holz sagt, dass es wichtig ist, dass mit dem Norovirus Erkrankte zu Hause bleiben. Treten die Symptome nicht mehr auf, seien die Personen noch 48 Stunden lang ansteckend. Deswegen würden in der Kindertagesstätte auch Merkblätter verteilt.

Lesen Sie auch den Kommentar dazu: Geschlossener Kindergarten: Die richtige Entscheidung

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