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Landsberg

27.11.2019

Obdachlosenunterkunft: Rückt jetzt ein Sicherheitsdienst an?

Die neue Obdachlosenunterkunft in der Landsberger Jahnstraße ist seit Sommer 2018 in Betrieb.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Ruhestörungen und Prügeleien: Rund um die Landsberger Obdachlosenunterkunft gibt es nach wie vor Ärger. Jetzt könnte ein Sicherheitsdienst für Ordnung sorgen.

Soll ein privater Sicherheitsdienst an der Landsberger Obdachlosenunterkunft in der Jahnstraße nachts Kontrollen durchführen? Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Landsberger Stadtrats beschäftigt sich in seiner Sitzung am Mittwochabend mit dieser Frage. Denn nach wie vor kommt es rund um die Einrichtung zu Ruhestörungen oder handgreiflichen Auseinandersetzungen.

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Seit einiger Zeit kümmern sich Sozialpädagogen um die Bewohner

Im Sommer 2018 wurde die neue Obdachlosenunterkunft in der Landsberger Jahnstraße eingeweiht. Obwohl eine städtische Mitarbeiterin 30 Stunden pro Woche von Montag bis Freitag vor Ort für die Bewohner da ist, zwei Sozialarbeiter der Herzogsägmühle (rund 29 Wochenstunden) die soziale Betreuung übernehmen und die Sicherheitswacht regelmäßig vorbeischaut, werden die Probleme offenbar nicht weniger. Immer wieder muss die Polizei anrücken, weil Nachbarn oder Bewohner Anzeigen erstatten. Das geht aus der Vorlage der Verwaltung für die Finanzausschusssitzung heute Abend hervor.

Nach einem Tätigkeitsbericht der „Sozialen Betreuung Notunterkünfte“ wollte der Ausschuss, dass Angebote eingeholt werden, inwiefern ein Sicherheitsdienst die Betreuung in den Abend- und Nachtstunden übernehmen kann. Nun liegen laut Verwaltung zwei Angebote vor. Allerdings: Ein Sicherheitsdienst habe aus Kapazitätsgründen abgelehnt, der andere biete folgende Kontrollen: einmal täglich nachts in den Wintermonaten von November bis März und in den Sommermonaten von April bis Oktober zweimal täglich.

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So viel kostet ein Sicherheitsdienst

„Bei einem Zeitaufwand von 20 Minuten pro Kontrolle und beim nötigen Einsatz von zwei Mitarbeitern ergibt sich eine jährliche Auftragssumme von rund 27.500 Euro“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Darin enthalten seien An- und Abfahrten sowie die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste. Das Tätigkeitsfeld umfasse die Kontrolle der Obdachlosenunterkunft, die Aufklärung und den Bericht über unregelmäßige Betriebsabläufe sowie das Ergreifen von Maßnahmen bei Zwischenfällen. Außerdem werde die Sicherheit an der Unterkunft gewährleistet und unberechtigte Personen würden – gegebenenfalls in Rücksprache mit der Polizei – des Geländes verwiesen.

Lesen Sie dazu auch:Jahnstraße: Anwohner beklagen Zustände rund um die Obdachlosenunterkunft

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