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30.11.2010

Obermeister sind Schlüsselfiguren

Obermeister sind Schlüsselfiguren
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Im Kreise von Ober- und Kreishandwerksmeister: die geehrten Werner Tenschert, Werner Neu und Reinhard Ostner (vorne von links). Fotos: Thorsten Jordan

Landsberg Leistungen für die Gesellschaft müssen anerkannt und gewürdigt werden. Deshalb sind dem stellvertretenden Landrat Peter Ditsch, selbst dem Handwerk eng verbunden, Auszeichnungen wie das Ehrenzeichen des regionalen Handwerks eminent wichtig. Aktuellste Träger dieser Auszeichnung sind Werner Tenschert (SHK-Innung), Werner Neu (Bäcker-Innung) und Reinhard Ostner (Schreiner-Innung), die im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal des Historischen Rathauses ausgezeichnet wurden.

Es kommt auf die Persönlichkeit an

Der ehemalige Kreishandwerksmeister Franz Lanzinger brachte den Festgästen näher, warum Auszeichnungen wie die aktuelle für die drei Geehrten so wichtig seien. "Als ehemalige Obermeister standen sie jahrelang an der Spitze ihrer Branchen." Sie vertraten diese freiwillig, ehrenamtlich und unter Einsatz vieler zusätzlicher Stunden. Dabei komme viel auf die Persönlichkeit des jeweiligen Obermeisters an: "Es macht schon den Unterschied, wer an der Spitze steht."

Dass die Zeiten dabei für die Innungen nicht leichter werden, verdeutlichte er an drei Zahlen. Waren 1955 noch 87,3 Prozent der Unternehmen innungsgebunden, ging die Zahl bis 1984 auf 80 Prozent zurück. Heute betrage die Quote der innungsgebundenen Betriebe nur noch 60 Prozent.

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Dazu komme, dass derzeit ein Generationswechsel in vollem Gange sei. Eine Herausforderung für die Obermeister, Fantasie und Findigkeit seien gefragt. Franz Lanzinger: "Das Thema Wohnen im Alter wurde von uns bislang kaum beachtet." Starke Obermeister seien auch im Konflikt zwischen Hersteller und Ausführenden gefragt, oder gar im Rahmen der öffentlichen Vergaben. Für Lanzinger bekleiden die Obermeister immer mehr ein Schlüsselamt der heutigen Zeit.

Anschließend würdigte er in launigen Worten Reinhard Ostner als neuen Inhaber des Ehrenzeichens in Bronze. Nach dem Motto "Schreiner wissen, was Frauen wünschen", habe Ostner viele Jahre lang Geschick, Ehrgeiz und viel Gefühl in der Ausübung seiner Tätigkeit bewiesen. Kreishandwerksmeister Ernst Höss ließ keinen Zweifel daran, dass er Ostner trotz erfolgter Ehrung nicht aus den Pflichten entlassen möchte und weiter auf dessen Unterstützung zähle: "Zum Aufhören bist Du einfach noch zu jung."

Keine leichte Aufgabe in Zeiten von Betriebsaufgaben

Die Ehrenzeichen in Gold für ihre Tätigkeiten als Obermeister ihrer Innungen erhielten Werner Tenschert und Werner Neu. Letzterer sei ein "Bäcker mit Leib und Seele" und habe sich trotz bekannter Reiselust lange und zuverlässig eingesetzt. Sein Nachfolger im Amt, Martin Klas, schätzt dessen unkomplizierte Art in einer für die Schreinerinnung nicht einfachen Zeit mit vielen Betriebsaufgaben.

Für Werner Tenschert hätte auch Franz Lanzinger als ehemaliger Spengler gleich selbst die Laudatio halten können. Er beließ es unter anderem bei dem Hinweis, dass sich Tenschert jahrelang zusammen mit seiner Frau Olga als ein Motor der Handwerksmesse HASPO hervorgetan habe. Er stand zudem seiner Innung immerhin 16 Jahre lang vor. Sein Nachfolger Thomas Engel bedankte sich für den Einsatz des Paares im Namen der SHK-Innung und auch für ihr unermüdliches Engagement für die Hilfseinrichtung "Handwerk mit Herz".

Abschließend hatte dann der stellvertretende Kreishandwerksmeister Michael Riedle eine Überraschung parat.

Er verlieh im Auftrag der Handwerkskammer für München und Oberbayern dem Trio die silberne Ehrennadel (Werner Neu und Werner Tenschert) sowie die Ehrenurkunde (Reinhard Ostner).

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