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Lechtalbad

23.03.2011

Sanierung war teurer als erwartet

Die Sanierungsarbeiten im Innenbereich der Sauna im Kauferinger Lechtalbad.
Bild: Foto: Landratsamt

Fünf Wasserschäden im Saunabereich

Landkreis Wer ein Bauwerk saniert, der stößt häufig auf unerwartete Schäden. So auch im Lechtalbad in Kaufering, das im Eigentum des Landkreises ist. Dort waren während der Sanierungsarbeiten im Sommer Wasserschäden festgestellt worden, die laut Verwaltung nicht vorhersehbar waren. Rund 142000 Euro mehr musste der Landkreis daher für den Bauunterhalt ausgeben. Teurer wird auch die Energie, mit der das Lechtalbad, aber auch die Warmfreibäder in Greifenberg und Thaining betrieben werden. Der Kreisausschuss reagierte darauf mit einer Erhöhung der Tarife während der Sommersaison.

Zuletzt waren die Tarife vor zwei Jahren erhöht worden, wie Bäderleiter Thomas Zeck in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses sagte. Er rechnete vor , dass allein die Erhöhung des Strompreises und der Anstieg der Kosten für Erdgas (Heizung) Mehrausgaben von rund 20000 Euro verursachen. Jetzt sollen die Tarife zum 1. April dieses Jahres angepasst werden.

Erwachsene, die zum Beispiel einen Tag im Lechtalbad verbringen wollen, zahlen künftig 5,30 statt 5 Euro. Um zehn Euro teurer wird die Jahreskarte für Familien. Nicht umgesetzt wird die von der Verwaltung vorgeschlagene Einführung einer Partnerkarte, mit der Ehepaare und andere Lebensgemeinschaften das Bad hätten verbilligt besuchen können. Ruth Sobotta (SPD) sprach sich dagegen aus. Ihr Antrag wurde mit 12:1 Stimmen befürwortet. Zuvor hatte der Kreisausschuss die überplanmäßigen Ausgaben bei der Sanierung im Saunabereich des Lechtalbades genehmigt. Fünf Wasserschäden hatten dazu geführt, dass das Netz aus Rohrleitungen überprüft und erneuert wurde. Altersbedingt war das komplette Rohrnetz von starker, irreparabler Korrosion befallen, wie Kreisbaumeister Andreas Magotsch sagte.

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Im Zuge der Trocknungsarbeiten sei es unvermeidbar gewesen, an verschiedenen Stellen im Boden Löcher zu bohren. Folglich war es laut Magotsch unumgänglich, Fliesenboden und -wände zu erneuern. Eine Auffrischung erfuhren auch die Fußbecken, das Tauchbecken und der Eingang des Dampfbades. Dadurch veränderte sich die Höhe des Bodens, weswegen alle Türen im Saunabereich ausgetauscht wurden. Bedingt durch den vorangegangenen Wasserschaden mussten marode Wände teilweise abgetragen und wieder neu aufgebaut werden.

Deutlicher Zuwachs

Ende Oktober war die neue Saunalandschaft im Lechtalbad eröffnet worden. Seither verzeichnet sie einen deutlichen Zuwachs, wie Landrat Walter Eichner sagte. Bei der Eröffnung hatte Thomas Zeck mit bis zu 5000 Besuchern mehr pro Jahr gerechnet. In den Vorjahren seien jeweils rund 37000 bis 38000 Besucher gekommen. (wu)

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