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11.09.2018

Satter Sound und schräge Geschichten

Lässig und cool auf der Bühne präsentierten sich die Bananafishbones bei ihrem Konzert im Kauferinger Kulturzelt.
Bild: Julian Leitenstorfer

So war der Auftritt der Bananafishbones im Kauferinger Kulturzelt. Es gibt Selbstgemachtes und Coversongs, verpackt in alte Geschichten.

Wenn sich 30 Jahre geballte Bühnenerfahrung und Talent auf der Bühne mischen, dann kann das nur ein guter Abend werden. Die Bananafishbones aus Bad Tölz, das sind Sebastian Horn, Peter Horn und Florian Rein, haben die ganz großen Bühnen bespielt. Im Kulturzelt in Kaufering freuten sie sich, auch mal vor einem kleineren Publikum auftreten zu können.

Zuerst ist es auf der Tanzfläche noch überschaubar

Der Einstieg mit dem lockeren Countrysong „Queen of Trouts“ brachte die ersten Besucher im Publikum zum mitwippen. Schon beim zweiten Lied konnte Frontmann Sebastian Horn ein Tanzpärchen im „VIP-Bereich“ der Tanzfläche begrüßen. Von Song zu Song nahm das Konzert Fahrt auf. Man merkte, dass die Musiker genau wissen, was sie tun müssen, um das Publikum mitzureißen. Spätestens bei „Come to Sin“, dem Hit mit der Glockenspielmelodie, zog es viele nach vorne.

Zwischendrin verriet Sebastian Horn sogar die Geschichten hinter der Musik. So geht es in „Rumblefish“ um die erste Erfahrung von Gitarrist und Sänger Peter Horn mit Liebesbriefen, die ihm aufs Handy geschickt wurden. Deutlich rockiger sangen die Bananafishbones im Song „Train“ von erotischen Geschichten während einer Zugfahrt. Nicht nur ihre eigenen Songs standen auf dem Programm. Mit einer Coverversion spielten sie einen Hit aus ihrer Zeit in der Tölzer Jugendheim-Disko: „Shout“ von Tears for Fears. In einem ganzen Medley verpackten sie Klassiker wie „I Walk the Line“, „Ring of Fire“ oder „Wish You Were Here“ und brachten die Zuhörer zum Mitsingen.

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Wenn die Gitarre zum Mikrofon wird

Musikalisch zeigten die drei, was sie auf dem Kasten haben und sorgten für viele Effekte. Bei „Funky Rabbit“ zum Beispiel entlockten sie ihren „magischen“ Gitarren richtig verrückte Klänge. Während Schlagzeuger Florian Rein mit seinem Drumstick nebenher eine Seite vom Bass bespielte, klang die Stimme von Sebastian Horn beim Singen in den Korpus der Gitarre elektrisch verzerrt. Nur mit einem winzigen Mini-Keyboard aus dem Kinderzimmer seiner Tochter spielte Schlagzeuger Rein später die berühmte Melodie vom Song „Kids“ von MGMT. Sogar eine Loop-Station hatten sie dabei.

Auch wenn die Musiker schon 30 Jahre auf der Bühne stehen, ihre Bühnenshow wirkte überhaupt nicht in die Jahre gekommen. Lässig und cool bewegten sie sich über die Bühne und probierten sich sogar am neuen Tanztrend „Floss“. „Bayerisch gelebten Buddhismus“ bekamen die rund 300 Besucher dann zum Abschluss mit dem Titel „Easy Day“ mit auf den Heimweg. Als zweite Zugabe gab es noch eine gemütliche Coverversion von „I Love Rock ‘n’ Roll“. Am Ende war es für das Publikum ein Abend mit richtig guter, handgemachter Musik von echten Vollblutmusikern.

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