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Vernissage

17.10.2020

Schöne Dinge in der Säulenhalle

Fünf von sechs Ausstellern: Margot Marquardt, Alexander Hupfer, Ursula Roll, Gernot Kragl und Sonja Freund.
Bild: Thorsten Jordan

SixArt stellt besondere Reiseimpressionen vor

Ein kunstvoll gestaltetes, hochaufragendes Segel aus rot gestrichenem Stahlblech, auf das König Aigeus sorgenvoll blickt, begrüßt die Besucher in der Säulenhalle. Der König trauert“, betitelte Hansjürgen Vogel die Skulptur, die er der antiken Sage nachempfand.

Unter dem Motto „Einblicke“ präsentieren sechs Künstlerinnen und Künstler der Gruppe SixArt zum neunten Mal in Folge ihre Arbeiten. In einer einfühlsamen Einführung stellte Kuratorin Hildegard Schwade die einzelnen Aussteller vor, die mit ihren Werken Einblicke in ihre Seelen zuließen. Schon die prähistorischen Höhlenkünstler, auf deren Spuren einige der Künstler weilten, seien gute Beobachter gewesen, so Schwade.

Mit einem Zitat von Platon, das in allen Zeiten Gültigkeit hat, beendete sie ihre Ausführungen: „Wenn es etwas gibt, wofür es sich zu leben lohnt, dann ist es die Betrachtung des Schönen“. Zum Schönen zählen die Werke der Malerin Sonja Freund, die zum ersten Mal mit der Gruppe in Landsberg ausstellt und ein beeindruckendes Spektrum leuchtender Farbkompositionen in Öl und Acryl zeigt. Dabei hat sie charakteristische Gerüche und Farben ferner Länder und Städte eingefangen. Die kraftvollen „Erinnerungen an Indien“ oder „Morgen am Meer“ laden ebenso zum Verweilen ein, wie ihre kleineren, zarten Impressionen. Auch bei Ursula Roll steht Farbe in brillanten Schattierungen im Vordergrund.

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Ihre „Meditationen“ in Acryl sind dynamische, abstrakte Fantasien. Formen, die sich auflösen und neu zusammenfinden, lassen den staunenden Betrachter ständig Neues entdecken. Der Organisator der Jahresausstellungen, Gernot Kragl, war von Anfang an dabei. Sein Oeuvre ist die spannungsreiche Mehrschichtigkeit, mit der seine Bilder eine ganz eigene Leuchtkraft und Tiefenwirkung entfalten. Auch er hat zahlreiche Eindrücke von unterwegs mitgebracht „Seascape“ und „Landscape“ sind Wahrnehmungen eines eindrucksvollen Naturgeschehens. Alexander Hupfer zeigt ausdrucksstarke, klassische Ölmalereien, bei denen er sich intensiv mit Studien der antiken Künstler beschäftigte.

Dies kommt im Besonderen beim Motiv der „Venus vom Hohlefels“ zum Ausdruck, einer der ältesten Darstellungen des menschlichen Körpers, dessen Fülle er feinfühlig charakterisierte. Neben den großformatigen Arbeiten geben auch kleinere Tuscheakte einen Eindruck von der Vielseitigkeit seines Schaffens. Margot Marquardt experimentiert mit selbst gesammelten Fundstücken.

Für ihre Buchskulptur mit Baum“ hat sie vier Bücher geschnitten und geschichtet, Aussortiertes zu neuem Leben erweckt und obenauf einen Buchstaben-Baum platziert.

Am Ammersee hatte sie einen echten Baum gefunden, der jedoch nicht gefällt wurde, sondern der Künstlerin als Vorlage für eine große Skulptur diente, die zum Nachdenken über den Umgang mit der Natur anregen soll. Ihre ästhetischen Venusfiguren aus Ton befassen sich mit der menschlichen Gestalt und zeichnen sich durch einzigartige Formgebung aus.

Die Ausstellung in der Säulenhalle kann bis zum 25. Oktober mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr besucht werden.

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