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Landsberg

15.01.2020

Snowdance-Festival: Heuer gibt es viele deutsche Film-Produktionen

Der Regiestuhl vor dem Historischen Rathaus kündigt Snowdance an. Im Bild:  Anna Bell (Assistentin), Maren Köhler (Back Office), Claudia Flörke (Leiterin Kulturbüro), Tom Bohn (Festival Director), Schreiner Jakob Dilmann und Carsten Strahlendorff (Rain Age)
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Der Regiestuhl vor dem Historischen Rathaus kündigt Snowdance an. Im Bild:  Anna Bell (Assistentin), Maren Köhler (Back Office), Claudia Flörke (Leiterin Kulturbüro), Tom Bohn (Festival Director), Schreiner Jakob Dilmann und Carsten Strahlendorff (Rain Age)
Bild: Thorsten Jordan

Plus Das Independent Festival startet am 25. Januar. Festivalchef Tom Bohn kündigt an, dass auch Heiner Lauterbach kommen wird. Schauspieler Max Tidof ist der neue Schirmherr. Was macht der Stuhl auf dem Hauptplatz?

Das Independent Festival Snowdance hat einen neuen Schirmherren: Der Schauspieler Max Tidof kommt bereits zum zweiten Mal nach Landsberg und wird mit Tom Bohn ab dem 25. Januar nicht nur jede Menge Filme präsentieren, sondern freut sich auf eine Band, die während des Festivals auftritt. „Eine Legende“, wie Tidof sagt. Die Band „Guru-Guru“.

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Ein Trend und eine große Chance

Die Zuschauer erwartet also „eine wilde Reise zwischen Funk, Spacepunk, Weltmusik, Fusion und Experimenten. Und diese Gruppe trifft mit den Filmemachern einer neuen Zeit zusammen, einer Zeit von netflix und amazon prime – und einer Zeit, in der Kurzfilme, die man sich auf dem Handy nebenbei anschaut, immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Das ist ein Trend und eine große Chance für den Kurzfilm“, sagt Max Tidof. „Es ändert sich gerade viel.“

Ein spannendes Festival

Und das war auch bei der Pressekonferenz am heutigen Mittwoch mit Festivalchef Tom Bohn und Kulturamtschefin Claudia Flörke spürbar. Sie stellten das Programm vor und versprachen ein spannendes Festival. „Von den Einreichungen ist es das erfolgreichste bisher, es gab so viele deutsche Produktionen wie noch nie“, sagt Bohn. „Ich bin sehr zufrieden.“

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Ein Stuhl mitten auf dem Hauptplatz

Auch ein Mitbegründer des Festivals, der Schauspieler Heiner Lauterbach, wird am zweiten Festivalwochenende wieder mit dabei sein. Ob er künftig wieder bei Snowdance mitmachen wird, darüber gab es heute noch keine Informationen.

Als erstes optisches Zeichen des Festivals steht ein riesiger Regiestuhl auf dem Landsberger Hauptplatz. Er wurde heute vom Snowdance Team aufgebaut. Flörke ist begeistert darüber, wie das Festival die Landsberger Kunstszene bereichert. 330 Filme aus 45 Ländern wurden eingesandt, die Auswahl verengte sich auf 20 Langfilme und 27 Kurzfilme. Englisch oder fremdsprachig mit englischem Untertitel. Schirmherr Max Tidof konnte bei der heutigen Pressekonferenz zwar nicht dabei sein, aber will intensiv am Festival teilnehmen. Er möchte an beiden Festivalwochenenden in Landsberg sein und gab dem LT ein kurzes Interview.

Schauspieler und neuer Schirmherr

Der Schauspieler ist 1960 geboren und hat nie eine Schauspielschule besucht. Trotzdem: In München überzeugte er bereits 1979 als er im Studiotheater im Fuchsbau bei der „Kleine Prinz“ alle Planetenbewohner spielte. Seine Fernsehkarriere startete er mit Klaus Emmerichs TV-Serie „Rote Erde“. Er trat in vielen Serien, wie Tatort, Kommissar Rex, Ein Fall für zwei, Der Alte und Fernsehfilmen auf. Gambit, Schwarzenberg, Die Spielerin, Mocca für den Tiger, Leporella und Rotlicht sind nur einige davon.

Seine Leidenschaft gehört bis heute, sagte er im Gespräch mit dem LT, aber auch dem Theaterspielen. Seit 2004 spiele er wieder sehr oft im Theater. Warum er so oft den Bösewicht spiele? Darüber habe er viel nachgedacht. „Sicher ist aber eins, je böser der Charakter ist, um so freundlicher kann man böse Dinge sagen“, sagt Tidof. Wer eine Waffe in der Hand hat, muss nicht bedrohlich sein, er hat Macht und kann also freundlich sein. Ein simpler Gedanke. Eine Katze im Angriff sieht ja auch nicht böse aus.“

Und das bewies Tidof den Kinobesuchern bereits 2019 im Landsberger Stadttheater, denn dort wurde bei den Kurzfilmnächten sein Film „Maren“ gezeigt. „Er hat inzwischen einige Preise gewonnen“, sagt Tidof und wurde von Ludo Vico produziert. Tidof produzierte mit und spielte die Hauptrolle. Das Thema des Films: Plötzlich läutet das Telefon und nichts ist mehr so wie es war. Es sollte ein romantisches Dinner mit ihrem geliebten Mann werden, doch es wurde ein Date mit dem Tod. Den Tod spielt dabei Max Tidof und zwar so freundlich, fast liebevoll, dass es umso beängstigender wird.

Viele Genres sind geboten

In dem Film „Reality XL“ von Tom Bohn (Festivalleiter Snowdance und Tatort-Regisseur) verkörperte er 2012 den Staatsanwalt und setzt dies in den aktuellen Tatorten aus Ludwigshafen mit Ulrike Folkerts fort. Und auch in diesem Jahr sind viele Genre-Filme mit dabei, sagt Tom Bohn. „Horror, Splatter-Movie, Science-Fiction, Krimi, alles ist geboten. Die Filme werden im Landsberger Stadttheater und im Olympia-Filmtheater gezeigt. Karten gibt es an den Veranstaltungsorten sowie beim Reisebüro Vivell.

Alle Filme unter www.snowdance.com

Der Kommentar zum Thema: Independent-Film in Landsberg: Spannend und nie seicht

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