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Landsberg

11.10.2018

So läuft der digitale Wahlkampf im Landkreis Landsberg

Das LT hat die Landtagsdirektkandidaten im Stimmkreis Landsberg digital auf den Prüfstand gestellt. Unser Foto zeigt die Kandidaten von Grünen und SPD.
Bild: Thorsten Jordan

Facebook, Instagram und Twitter: Wie schlagen sich die Landtagskandidaten im Internet? Das LT hat die Bewerber genau unter die Lupe genommen.

Endspurt im Landtagswahlkampf: Hausbesuche, Infostände und noch mal neue Plakate – die Parteien ziehen vor dem Sonntag noch mal alle Register, um die Wähler zu mobilisieren. Aber auch im Internet wird kräftig um Wählerstimmen gebuhlt. Das LT hat die zwölf Kandidaten im Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West dem Multimedia-Check unterzogen. Nicht nur auf eigenen Internetseiten, sondern vor allem in den sozialen Netzwerken sind die meisten der zehn Landtagskandidaten aktiv, aber auch Instagram und YouTube spielen eine Rolle.

  • Alex Dorow Der CSU-Kandidat ist als amtierender Landtagspolitiker Platzhirsch und als ehemaliger Nachrichtensprecher journalistisch auf der Höhe der Zeit. Seine Homepage ist aktuell und übersichtlich aufgebaut. 571 Fans hat seine Facebookseite. Damit liegt der 54-Jährige richtig gut im Rennen. Regelmäßige Posts zu inhaltlichen Themen, Fotos von Wahlkampfauftritten und Hinweise zu Veranstaltungen sind schnell zu sehen. Ausführliche persönliche Statements sind allerdings Mangelware. Bei Instagram hat Dorow zwar 488 Abonnenten, pflegt diesen Kanal aber so gut wie gar nicht. Wer sich digital über den Kandidaten informieren will, findet alles mit wenigen Mausklicks.
  • Georg Stockinger Das Internet nutzt der Landtagskandidat der Freien Wähler aus Fürstenfeldbruck gar nicht für sich. Der 57-Jährige hat weder eine eigene Homepage noch setzt er im Wahlkampf auf Facebook. Zwar hat er ein eigenes Profil im sozialen Netzwerk, nutzt es aber so gut wie gar nicht zu politischen Zwecken. Dafür kann man sich anhand seiner Posts durchaus ein persönliches Bild von ihm machen.

Manche Kandidaten nutzen die neuen Medien überhaupt nicht

  • Christian Winklmeier Wenn es nach der Anzahl der Facebookfans geht, dann wird der SPDler am Sonntag ein gutes Ergebnis einfahren – 1113 Fans hat der Gilchinger. Beinahe täglich postet er Fotos von sich und seinen Wahlkämpfern und von Auftritten. Mit klaren Ansagen schafft er Nähe zum potenziellen Wähler. Man kann den 27-Jährigen getrost als „Digital Native“ bezeichnen. Seine Internetseite besticht mit ihrer Übersichtlichkeit und ist gut gepflegt. Sogar ein 70-sekündiger YouTube-Clip ist dort zu sehen. Bei Instagram hat er mit 437 Followern gegenüber Alex Dorow das Nachsehen – obwohl er bereits 95 Beiträge gepostet hat.
  • Gabriele Triebel Die Zweite Bürgermeisterin von Kaufering will für die Grünen in den bayerischen Landtag. Eine eigene Facebookseite hat sie zwar nicht, dafür ein Profil mit fast 1500 Freunden. Die Themen der Grünen transportiert sie mit etlichen Posts – sie teilt Artikel regionaler und überregionaler Medien, Fotos und zeigt klare Kante. Die 57-jährige Lehrerin kommentiert regelmäßig Beiträge ihrer Facebookfreunde, gibt sich bürgernah und postet auch familiäre Dinge. In ihrem Imagefilm gewährt sie auch einen tiefen Einblick. Ihre Internetseite kommt ohne große Effekte aus und liefert schnell Infos.

Ein Kandidatin setzt Maßstäbe

  • Ulla Schäfer Wenig Schnörkel und nur die wichtigsten Infos: FDP-Kandidatin Ulla Schäfer aus Landsberg beschränkt sich auf ihrer Homepage auf das Wesentliche. Bei Facebook ist die 49-Jährige um einiges präsenter. Aber im Vergleich zu den Kandidaten von CSU, SPD und Grünen ist Luft nach oben.
  • Hansjoachim Sprinz Der Kandidat für Die Linke lebt in Dießen und ist als Dienstleister für Internet-Anwendungen tätig. Deshalb verwundert es umso mehr, dass er im Internet gar keine Präsenz zeigt. Der 1945 geborene Landtagskandidat gibt lediglich auf der Homepage seines Landesverbandes Einblick in seine Vita.
  • Michael Hofmann Die Bayernpartei – nur eine Gruppe von Traditionalisten mit Lederhose und Trachtenhut? Fehlanzeige! Der Ortsverband Ammersee-West hat eine eigene Facebookseite. Ihr Vorsitzender – Landtagsdirektkandidat Michael Hofmann – gibt digital ordentlich Gas. Auf seinem Profil postet der 65-Jährige täglich zum Teil mehrfach Themen zur Landtagswahl, Fotos und Artikel. Er nimmt kein Blatt vor den Mund – auch nicht in digitalen Diskussionen in Gruppen oder zum Beispiel auf der LT-Facebookseite.
  • Robert Sedlmayr Zwar hat der Kandidat der ÖDP und Zweite Bürgermeister aus Geltendorf eine eigenen Facebookseite. Aber viele Neuigkeiten bekommen die 82 Abonnenten nicht geboten. Einen eigenen Webauftritt sucht man auch vergebens.
  • Edeltraud Schwarz Die AfD-Kandidatin schlägt die Mitwerber um ein Landtagsmandat um Längen. Die Scheuringerin hat 2621 Fans bei Facebook – Tendenz steigend. Sie teilt regelmäßig Bilder mit plakativen Ansagen der AfD. Wer Persönliches über die Kandidatin erfahren will, bekommt jedoch keine Informationen. Auch nicht auf der Internetseite des Kreisverbands.
  • Mirella Heidegger Die Fürstenfeldbruckerin hat einen ausführlichen Steckbrief auf der Internetseite des „mut“-Landesverbandes. Bei Facebook agiert sie nur als Privatperson, teilt jedoch viele politische Beiträge öffentlich. Besonders aktiv ist sie beim Kurznachrichtendienst Twitter.
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