Newsticker
Ämter melden 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. So reagiert man im Landkreis Landsberg auf die neuen Corona-Regeln

Landsberg

07.12.2020

So reagiert man im Landkreis Landsberg auf die neuen Corona-Regeln

Ab Mittwoch sollen in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft treten. Einkaufen ist dann noch erlaubt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus In Bayern werden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verschärft. Das LT bietet einen Überblick über wichtige Änderungen und die Situation im Landkreis Landsberg.

Seit November ist über Bayern ein Teil-Lockdown verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Jetzt hat das Kabinett eine Verschärfung der Maßnahmen beschlossen, über die der Landtag heute beraten soll. Dessen Zustimmung vorausgesetzt, treten die neuen Regeln ab Mittwoch in Kraft und gelten zunächst bis 5. Januar. Was ist in den nächsten Wochen noch erlaubt, was nicht? Was wird kontrolliert? Wie ist die aktuelle Situation im Landkreis Landsberg? Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Regelungen.

  • Kontakte Seit März ist in Bayern jeder grundsätzlich verpflichtet, möglichst wenige Menschen zu treffen, die nicht mit ihm zusammenleben, und dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Anfang Dezember wurden die Regeln deutlich verschärft: Seitdem dürfen sich nur noch fünf Personen treffen, die maximal zwei Hausständen angehören, Kinder unter 14 Jahren werden aber nicht mehr mitgezählt. Das gilt für alle Treffen, in der Öffentlichkeit wie im Privaten.
  • Weihnachten Vom 23. bis 26. Dezember soll diese Kontaktbeschränkung laut Bayerischer Staatskanzlei gelockert werden. An diesen vier Tagen dürfen sich bis zu zehn Personen treffen, unabhängig davon, in wie vielen Haushalten sie leben oder ob sie miteinander verwandt sind. Ihre Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. An Silvester gibt es keine Lockerungen. Dann sind wieder Treffen von maximal fünf Erwachsenen erlaubt.
  • Ausgangsbeschränkung Ab Mittwoch dürfen die Menschen in Bayern ihre Häuser nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu zählen neben dem Weg zur Arbeit und zum Arzt, zum Einkaufen auch die Bewegung an der frischen Luft, also etwa Joggen oder Spazierengehen, und auch der Besuch von anderen Personen oder hilfsbedürftigen Angehörigen. In Städten und Landkreisen mit Inzidenzzahlen von mehr als 200 sind nächtliche Ausgangssperren zwischen 21 und 5 Uhr vorgesehen. Dort wird es dann weniger Ausnahmen geben. Besuche von Freunden und Bekannten sind in diesem Zeitraum nicht erlaubt, ein Spaziergang oder eine Joggingrunde gelten nicht als triftiger Grund, um nach 21 Uhr noch nach draußen zu gehen. Der Landkreis Landsberg hat den kritischen Inzidenzwert von 200 bislang noch nicht überschritten. Am Montag lag der Wert bei 172,9.
  • Einkaufen/Dienstleistungen Einkaufen ist ein triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen, teilt die Staatskanzlei mit. Damit ist nicht nur der Gang zum Supermarkt gemeint. Erlaubt ist der Einkauf in allen geöffneten Läden – also etwa auch in Bekleidungsgeschäften. Weihnachtsbesorgungen werden ebenfalls als triftiger Grund eingestuft. Das gilt übrigens auch für den Besuch von geöffneten Dienstleistungsbetrieben, etwa Friseuren. Einkaufen dürfen Landkreisbürger übrigens auch in Orten mit einem Inzidenzwert über 200, wie etwa Kaufbeuren oder Augsburg. „Es ist nicht vorgeschrieben, dass man in seinem Landkreis bleiben muss“, sagt Wolfgang Müller, der Pressesprecher des Landratsamts.
Helene Wiesehoff von "Wein und Sein" in Landsberg beendet ihren Glühwein-Ausschank.
Bild: Julian Leitenstorfer
  • Gastronomie Speiselokale, Bars und Schankwirtschaften sind seit November geschlossen. Vom Verbot der Gastronomie gibt es Ausnahmen: Wirte dürfen weiter Speisen ausliefern oder zum Mitnehmen verkaufen. Alkohol darf allerdings ab Mittwoch nicht mehr „to go“ verkauft werden. Denn dann ist der Konsum von Alkohol unter freiem Himmel grundsätzlich untersagt – egal, ob in der Innenstadt oder an einem anderen Ort. Gastronomen in Landsberg reagieren darauf: Valentina Hamberger von der „Villa Rosa“ im Vorderanger wird ihr To-go-Angebot mit Speisen und alkoholfreien Getränken beibehalten, Helene Wiesehoff von „Wein und Sein“ in der Schulgasse wird gar nichts mehr ausschenken.
  • Kontrollen Wer kontrolliert eigentlich die Einhaltung der neuen Regeln? Im Landratsamt wolle man erst die konkrete Verordnung abwarten, sagt Pressesprecher Müller. Es fehle schlichtweg das Personal für groß angelegte Kontrollen etwa in Geschäften (Hygiene- und Abstandsregeln) oder der Gastronomie (Alkoholausschank). Die Polizei will wie bisher „mit Maß und Ziel“ vorgehen, sagt Michael Strohmeier, der stellvertretende Leiter der Landsberger Polizei. „Wir werden dort einschreiten, wo es notwendig ist.“ Die Bürger im Landkreis seien in der Regel sehr vernünftig. Das habe sich am Montag auch beim bayernweiten Schwerpunkttag gezeigt, als die Maskenpflicht im öffentlichen Raum kontrolliert wurde.
Ab Mittwoch sollen in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft treten, die von der Polizei kontrolliert werden.
Bild: Thorsten Jordan
  • Silvester Für die Zeit ab 27. Dezember gibt es keine Sonderregelung. Also dürfen sich an Silvester nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. In Hotspot-Regionen darf die Wohnung um Mitternacht nur verlassen werden, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Im eigenen Garten darf jedoch ein Feuerwerk angezündet werden. Wegen des Alkoholverbots unter freiem Himmel wird es allerdings nichts mit dem traditionellen Glas Sekt auf der Straße.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren