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Kaufering

31.10.2017

So wird der Mühlbach wieder dicht

Ein Bach als Baustelle: In Kaufering wird gerade das Bachbett des Mühlbachs befestigt.

Das Bachbett in Kaufering wird mit viel Beton befestigt. Der soll später kaum mehr zu sehen sein.

Ein Bach als Baustelle. Dieses Szenario ist in diesen Tagen an der Landrat-Müller-Hahl-Straße in Alt-Kaufering zu sehen. Dort wird gerade das Bachbett des Mühlbachs befestigt. In zwei bis drei Wochen sollen die Arbeiten beendet sein und der kleine Bach wieder plätschern. Im Moment wird das Wasser durch zwei große Rohre an der Baustelle vorbei geleitet.

Wasser drang durch die Böschung

An der Straße zum Lechtalbad lief der Mühlbach durch natürlich belassenes Gelände, das Anfang der 1990er-Jahre entsprechend ausgebaut wurde. Allerdings drang dort immer wieder Wasser durch den Böschungsbereich und sickerte auf Straße und Gehweg.

Zudem trat mehrfach Wasser im Bereich tieferliegender Anwesen wie dem Waldorfkindergarten auf. Das hängt laut Tiefbauamt der Marktgemeinde mit Sickerstellen im Bachbett zusammen Die Vernässung der Dämme war so stark, dass niemand wusste, wie lange diese noch halten werden. Und so wurden die Dämme zuletzt mit Sandsäcken gesichert.

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Stahl und Naturstein

Seit einigen Wochen wird das Bachbett zwischen dem Durchlass unter dem Brückenring und der Auffahrt zu einer Hofstelle auf rund 45 Metern Länge dauerhaft abgedichtet. Realisiert wird das mit einem Gerinne aus Stahlbeton. Die Bachsohle soll später mit vorhandenem Material wiederhergestellt werden, die Stahlbetonwände größtenteils nicht sichtbar sein und die verbleibenden sichtbaren Wände mit Natursteinmauerwerk verkleidet werden. Damit der Bachlauf nach dem Einbau der Rinne wieder möglichst natürlich aussieht, sollen Wasserbausteine, Pflanzen und auch Totholz zwischen den Steinen eingebaut werden.

Arbeiten laufen nach Plan

Wie Bürgermeister Erich Püttner auf Nachfrage sagt, laufen die Arbeiten nach Plan. Er rechnet damit, dass sie spätestens Mitte November abgeschlossen sind. Die Maßnahme war aus seiner Sicht dringend notwendig, weil die Böschung doch immer wieder stark aufgeweicht gewesen sei. Um den Untergrund des Bachbetts zu stabilisieren waren Löcher immer wieder mit Beton verfüllt worden.

Diese Arbeiten verliefen meist problemlos. Doch Ende Juni gelangte dabei Zementschlämme unkontrolliert in den Bach (unsere Zeitung berichtete) Dies führte dazu, dass Fische verendeten und sich der Schlämme am Boden absetzte. Die dabei entstandenen Schäden möchte die Gemeinde ersetzen, die sich seinerzeit in einer Presseerklärung für das Missgeschick bei den betroffenen Anwohnern entschuldigte. 

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