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Spenden-Streit: Eine Entschuldigung wäre angebracht

Spenden-Streit: Eine Entschuldigung wäre angebracht
Kommentar Von Dominic Wimmer
05.06.2020

Zwischen Bayernpartei und SPD kracht es in Dießen gewaltig. LT-Redakteur Dominic Wimmer hält die Vorwürfe an die Sozialdemokraten für nicht haltbar.

Die neue Amtsperiode ist etwas mehr als einen Monat alt und schon fliegen in der Dießener Kommunalpolitik die Fetzen. Im Fokus: Michael Hofmann, Marktgemeinderat, Ortsvorsitzender und stellvertretender Kreisvorsitzender der Bayernpartei, und Patrick Beausencourt, Ortsvorsitzender der SPD und Marktgemeinderat.

Es geht um eine 5000-Euro-Spende. Mit dem Geld hat der SPD-Ortsverband Gutscheine bei örtlichen Gastronomen gekauft, um die Wirte in Corona-Zeiten zu unterstützen. Die Gutscheine werden an Familien mit geringem Einkommen weitergegeben. Beausencourt sagt: Die 5000 Euro stammen von Privatleuten, die anonym bleiben wollen. Hofmann sagt: Das Geld stammt aus der Sparkassenstiftung. Er erwähnt auch politische Verquickungen. Quellen für seine Behauptung nennt er nicht. Dass sich nun auch der Sparkassenvorstand in die Debatte einmischt und die Regularien der Stiftung erläutert, entkräftet Hofmanns Behauptung zusätzlich.

Der Tonfall, den der Vertreter der Bayernpartei in seinen Kommentaren im Internet anschlägt, ist fragwürdig. Es ist nicht der erste Post, in dem er einen politischen Gegner angreift. Kürzlich hatte es SPD-Gemeinderätin Hanni Baur getroffen – gegen sie hatte Michael Hofmann die Wahl zum Dießener Tourismusreferenten verloren. Eine Entschuldigung für die Anschuldigungen wäre angebracht und würde Größe bedeuten – trotz politischen Konkurrenzdenkens.

Lesen Sie dazu:Woher kommt die 5000-Euro-Spende der SPD?

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