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St. Ottilien

14.03.2017

St. Ottilien für alle

Das Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien nimmt ab September nicht mehr katholische oder evangelische Schüler auf. 

Die Zugehörigkeit zur katholischen oder evangelischen Konfession ist keine Aufnahmevoraussetzung im Rhabanus-Maurus-Gymnasium mehr.

 Das Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien öffnet sich mit dem Schuljahr 2017/18 auch für Kinder, die nicht der katholischen oder evangelisch-lutherischen Konfession angehören. Das ist die vielleicht bemerkenswerteste Neuerung, wenn am Freitag, 17. März, die vom Schulwerk der Diözese Augsburg getragene Schule zur Neuaufnahme in die Jahrgangsstufe 5 einen Informationsabend abhält. Von 17 bis etwa 20 Uhr können interessierte Eltern mit ihren Kindern die Schule mit Tagesheim (offene Ganztagsbetreuung) kennenlernen. Zum Abschluss stellen Schulleiter Michael Häußinger, der Leiter der Klosterverwaltung, Bruder Josef Götz und Studienrätin Veronika Lehmann das Profil des Gymnasiums vor.

Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen mit uneingeschränkter Übertrittsmöglichkeit aus dem Einzugsgebiet von Raisting bis Mering und Eichenau bis Buchloe. Der Schulweg ist im gleichen Umfang wie an staatlichen Gymnasien kostenfrei; der Beitrag zur Defizit-Deckung beträgt 30 Euro pro Monat (außer August), extra kostet ein Platz im Tagesheim.

Ab September steht das Ottilianer-Gymnasium nicht mehr ausschließlich römisch-katholischen oder der evangelisch-lutherischen Konfession angehörenden Kindern, sondern grundsätzlich allen Kindern offen. Die Aufnahme setzt ein persönliches Gespräch voraus.

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„Das ist der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet“, erklärt Schulleiter Michael Häußinger diesen Schritt, „wir müssen wahrnehmen, dass auch am Ammersee die Katholika nicht mehr so präsent ist.“ Allerdings: Das Profil einer christlichen Schule bleibt bestehen: Zwar können auch Nichtgetaufte das Gymnasium besuchen, Ethik wird als Alternative zu katholischer oder evangelischer Religionslehre nicht angeboten, betont Häußinger. Das sei auch bei den anderen Bildungsstätten des Schulwerks der Diözese so geregelt, so an der Mädchenrealschule in Dießen. Nichtchristliche Schülerinnen können dort schon seit den Zeiten, als noch die Dominikanerinnen die Schule trugen, aufgenommen werden, bestätigt Rektorin Theresa Wilhelm. „Die frühere Schulleiterin Schwester Gabriele sagte immer, wir sind ja Missionsdominikanerinnen.“

Auch sonst will man in St. Ottilien der Bildungstradition als humanistisches Gymnasium treu bleiben: So beginnt die Sprachenfolge weiterhin mit Latein, dem Englisch und dann Griechisch beziehungsweise Französisch und ab der zehnten Klasse Chinesisch oder Italienisch als spät beginnend folgen.

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