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Strandbad St. Alban: Mal se(h)en, wie’s wird

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Kommentar Von Dominic Wimmer
28.03.2019

Der Streit um die Dießener Strandbäder ist ein Beispiel für typisch deutsche Reglementierungswut. LT-Redakteur Dominic Wimmer freut sich auf die Zukunft, befürchtet allerdings auch Probleme.

Keine Rutsche, kein Floß, kein Sprungturm – nichts, was irgendein Gefahrenpotenzial bietet. Am besten auch kein Insekt auf der Liegewiese, das einen Badegast piksen könnte, und obendrein auch noch ein Steg aus Plastik, damit sich beim Gang ins Wasser niemand aus Versehen einen Schiefer aus Holz einziehen kann. Ja, man muss gefeit sein vor den Gefahren, die rund ums Wasser drohen...

Die Debatten um die Frei- und Strandbäder im Landkreis Landsberg der vergangenen Wochen und Monate zeigen eins: Deutschland ist ein Land, in dem eine immer stärkere Reglementierungswut droht. Das erinnert irgendwie an die USA, wo mit Millionenklagen wegen Schadensersatz oft der große Reibach winkt.

Für einige gab es Sonderrechte

Aus Angst vor Klagen bei möglichen Unfällen in den Badestätten sehen sich einige Kommunen im Landkreis zum Handeln gezwungen. Dass das in Dießen mittlerweile leidige Thema halbwegs zu den Akten gelegt werden kann, ist schön. Eine offene und kostenlose Badestelle für alle, die schon früh morgens oder spät abends schwimmen wollen, bietet Vorteile. Bislang war Otto Normalkunde im Sommer an die festen Öffnungszeiten gebunden, während eine ganz besondere Klientel mit Schlüssel zu jeder Zeit rein durfte.

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Morgendliches Schlangestehen am Eingang, wenn das Augsburger Umland in Scharen an den Ammersee kommt, ist wohl Geschichte. Die farbigen Billettl für Tagesgäste und die Drehkreuze gehören auch der Vergangenheit an. Aber: Vielleicht platzt St. Alban bald aus allen Nähten. Denn Wörthsee und Pilsensee sind im Sommer schon jetzt mit Badegästen aus dem Raum München überbevölkert. Droht dieser Ansturm bei kostenlosem Eintritt auch am Ammersee?

Lesen Sie dazu auch: St. Alban: Die Bürgerinitiative will immer ins Wasser

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