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Streik im Klinikum: Der Spagat bei der Gesundheit

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Kommentar Von Gerald Modlinger
10.04.2019

Auch im Klinikum Landsberg wird gestreikt. Wie LT-Redakteur Gerald Modlinger die Situation beurteilt.

Die Forderung der Klinikärzte nach besseren Arbeitsbedingungen wird am heutigen Mittwoch mit einem Warnstreik untermauert. So wie es aussieht, wird das entgegen erster Ankündigungen des Klinikums in Landsberg doch spürbare Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb haben. Aber nur so können die Beschäftigten Druck auf die Arbeitgeber ausüben.

Mehr freie Zeit

Der in vielen Branchen häufig zu hörende Begriff der „Work-Life-Balance“ ist auch bei den Medizinern ein Thema, sprich, viele von ihnen wollen lieber mehr freie Zeit, zum Beispiel auch für die Familie haben, als Überstunden zu leisten. Das hört sich zunächst vor allem eigennützig an. Es kommt aber auch den Patienten zugute. Denn einen Fachkräftemangel scheint es inzwischen auch bei den Medizinern zu geben. Deshalb ist es notwendig, dass der verantwortungsvolle Beruf des Arztes attraktiv bleibt.

Die Sache hat auch eine Kehrseite. Ein für die Beschäftigten attraktiveres und damit (hoffentlich) auch besseres Gesundheitssystem kostet Geld. Dieses Geld aufzubringen, erfordert aber auch die entsprechende Bereitschaft der Beitragszahler. Damit sind wir wieder bei dem ständigen Spagat in der Gesundheitsbranche angelangt: Zwischen dem Bemühen um Wohlergehen und Heilung der Patienten und dem Zwang, das alles auch bezahlbar zu halten.

Mehr zum Streik am Landsberger Klinikum: Klinikum Landsberg: Was passiert, wenn die Ärzte heute streiken

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