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Landsberg

17.10.2019

Terror: Warum Landsberg keine weiteren Wasserbehälter kauft

Die Stadt Landsberg verzichtet auf den Kauf weitere Indutainer, die am Mittwoch versuchsweise auf dem Hauptplatz aufgebaut worden sind.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Der Bauausschuss sagt Nein zum Kauf weiterer „Indutainer“. Der Markt für mobile Fahrzeugsperren wird aber weiter beobachtet.

Nach dem Bauhof hat auch der Bauausschuss des Landsberger Stadtrats den Daumen gesenkt: Die Stadt wird über die bereits gekauften zehn Exemplare keine weiteren Wasserbehälter erwerben, um Veranstaltungen vor Terrorangriffen mit Fahrzeugen zu schützen. Für die bisherigen Indutainer hat das Ordnungsamt aber durchaus eine Verwendung.

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200 solcher Behälter hatte das Ordnungsamt als notwendig erachtet, um etwa den Christkindlmarkt auf dem Hauptplatz zu sichern. Um alle 200 Indutainer zu befüllen und aufzustellen, wären drei Mitarbeiter 50 Stunden lang beschäftigt, rechnete der Vizechef des Bauhofs, Wolfgang Kessler, vor. Ernst Müller, Chef des Ordnungsamts, wies darauf hin, dass gerade zum Christkindlmarkt mit Tausalz oder Frostschutzmittel sichergestellt werden müsse, dass das Wasser nicht friert. „Wir sollten das in dieser Form nicht machen, das ist nicht praktikabel“, befand denn auch Dieter Völkel (SPD) nach einem am Mittwoch vorgenommenen Praxistest des Bauhofs, „aber eine andere Lösung fällt mir auch nicht ein.“

Warum die Polizei nicht mit Barrieren aushelfen kann

Müller kündigte an, den Markt der Mobilen Fahrzeugsperren weiter zu beobachten. Er rechne damit, dass in den nächsten Monaten mehrere Systeme zertifiziert werden.

Terror: Warum Landsberg keine weiteren Wasserbehälter kauft

Die mehrfach im Bauausschuss erwähnten Fahrzeugsperren der Polizei können beim Christkindlmarkt übrigens auch nicht eingesetzt werden, erwähnte Polizeichef Michael Strohmeier. Sie werden nämlich zeitgleich beim Nürnberger Christkindlesmarkt aufgestellt. Wolfgang Neumeier (UBV) bezweifelte, ob durch Barrieren an bestimmten Orten überhaupt mehr Sicherheit für Veranstaltungsbesucher erreicht werden könne.

Die bereits gekauften Indutainer können laut Müller aber durchaus verwendet werden. Wenn sie im Vorderanger versetzt aufgestellt werden, könne der Christkindlmarkt vor einem heranrasenden Lkw geschützt werden.

Wie LT-Redakteur Gerald Modlinger die Entscheidung des Bauausschusses beurteilt, lesen Sie hier: Terror: Ein kluger Beschluss

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