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Utting

03.07.2018

Uttinger Krippe: Mehr Platz für die Kinder

Der Kindergarten Mariae Heimsuchung, zur Ludwigshöhe. Das flache Verbindungsgebäude wird einem Neubau weichen müssen.
Bild: Thorsten Jordan

Die Gemeinde Utting braucht eine weitere Krippengruppe. Bereits jetzt stehen Kinder auf der Warteliste. Neuer Verbindungsbau wird über eine Million Euro kosten.

Die Gemeinde Utting hat nicht genügend Kinderkrippenplätze und braucht eine weitere Krippen-Gruppe. Diese soll jetzt beim „Haus für Kinder – miteinander füreinander“ zur Ludwigshöhe unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung Mariae Heimsuchung eingerichtet werden. Zwei Bauvarianten stellte Bürgermeister Josef Lutzenberger jetzt bei der jüngsten Gemeinderatsitzung vor. Beiden Varianten ist die Notwendigkeit gemein, dass der Verbindungsbau der Häuser eins und zwei abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird.

Die Krippe ist bereits ausgebucht

Betreut werden derzeit in Utting 125 Kinder und 30 Kleinkinder in vier Kindergartengruppen und einer Krippengruppe im Haus für Kinder zur Ludwigshöhe und in einer Kindergarten- und einer Krippengruppe im Telos-Kinderhaus in Holzhausen. Nach den aktuellen Anmeldezahlen reicht der Platz in der Krippe nicht mehr aus, sagte Bürgermeister Lutzenberger in der Sitzung. Dies präzisierte Geschäftsstellenleiter und Kämmerer Florian Zarbo auf telefonische Nachfrage dem LT: Das Kinderhaus zur Ludwigshöhe ist zum neuen Kindergartenjahr im September ausgebucht und zudem stehen fünf Kinder auf der Warteliste für die Krippe. Bislang war es so, dass Kinder, die keinen Platz in Utting bekommen haben, in umliegenden Einrichtungen aufgenommen wurden, sagte Zarbo.

Landratsamt sieht die Notwendigkeit

In der Gemeinderatsitzung bestätigte Lutzenberger, dass der Bedarf für eine neue Krippengruppe mit zwölf Plätzen auch von der Kindergartenaufsicht im Landratsamt gesehen werde. „Für den Bau neuer Krippengruppen gibt es eine hohe Förderung“, sagte er. Aber auf die neue Krippengruppe entfällt nur knapp die Hälfte der geschätzten 1,2 Millionen Euro, die der Umbau des Zwischenbaus kosten wird.

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Zwei Varianten legte der mit der Grundlagenermittlung und Planung beauftrage Architekt Dr. Klaus Pilz vor. Favorisiert wurde vom Träger wie auch vom Bauausschuss die Variante zwei. Diese sieht vor, dass ein zweigeschossiger Zwischenbau mit zwei Pultdächern und einer Fensterfront nach Osten mit Ausblick zum See hin entsteht.

300 Quadratmeter werden neu gebaut

Die neue Krippengruppe kommt in das Erdgeschoss sowie ein Raum für die Leitung und ein Besprechungszimmer. Im Obergeschoss entstehen ein Personalraum, der bislang fehlt, und ein großer Raum zum Mittagessen und eine Küche. Die weitere Krippengruppe ist ebenfalls im Erdgeschoss im Haus zwei untergebracht, die Gruppenräume für die Kindergartenkinder sind alle in den Obergeschossen der Häuser eins und zwei situiert. Rund dreihundert Quadratmeter Fläche wird nach der Kalkulation des Architekten neu gebaut. Geschaffen werden Verbindungen von einem Haus zum andern, sowohl im Ober- wie auch im Untergeschoss.

Außerdem soll es einen Aufzug für das Essen der Krippenkinder geben, da diese in den Gruppenräumen essen. Geplant sei, dass während des laufenden Betriebes nächste Jahr gebaut wird.

Kritik an den Plänen kam vom Fachpersonal, dass bei der neuen Krippengruppe zwar ein Wickelraum, aber kein eigene Toiletten und Waschräume vorgesehen sind.

Die Kosten bereiten Sorgen

Sorgen machten Peter Noll die Kosten. Zarbo sagte, dass eine Million Euro inklusive der Generalsanierung eingeplant worden sei. „Das wird eng“, meinte Zarbo. Derzeit habe die Gemeinde ihre Rücklagen fast vollständig aufgebraucht, sagte Zarbo telefonisch dem LT. Zahlen zur Generalsanierung des zuvor als Kinderheim genutzten Gebäude mit den Themen Brandschutz und Statik lägen noch nicht vor, aber so viel wusste Lutzenberger schon: „Es wird nicht billig“.

Dennoch votierten die Gemeinderäte einstimmig für den Bau einer weiteren Kindergrippe am Haus für Kinder zur Ludwigshöhe in der bevorzugten Variante zwei. Mögliche Förderverfahren sollen von der Verwaltung geprüft werden.

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