1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Von Siegern und Verlierern: Die Reaktionen nach der Wahl

Kaufering

04.03.2018

Von Siegern und Verlierern: Die Reaktionen nach der Wahl

_JOR1610.JPG
2 Bilder
Im Kauferinger Rathaus wurde die Bürgermeisterwahl verfolgt. Die zwei Gewinner Thomas Salzberger (SPD) und Bärbel Wagener-Bühler (Kauferinger Mitte). Dritte wurde Gabriele Uitz (CSU, rechts).
Bild: Thorsten Jordan

Bärbel Wagener-Bühler und Thomas Salzberger gehen in Kaufering in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt. Was alle Kandidaten zum Ergebnis sagen.

Kaufering hat gewählt: Bärbel Wagener-Bühler (KM) und Thomas Salzberger (SPD) gehen am 18. März in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Am Wahlsonntag ließen die beiden ihre Konkurrenten von CSU, Grünen und Freien Wählern hinter sich. Die Wahlbeteiligung lag lediglich bei 58,77 Prozent.

Sonntagabend im Kauferinger Rathauskeller. Nervöses Tippen auf den Smartphones. Etliche Gäste sind gekommen, um das Ergebnis der Kauferinger Bürgermeisterwahl abzuwarten. Noch-Rathauschef Erich Püttner (UBV), der sich nach sechs Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatte, betreut die Besucher. Um 18.41 Uhr, nachdem die elf Stimmbezirke ausgezählt sind, steht fest: Bärbel Wagener-Bühler von der Kauferinger Mitte, die Tochter des langjährigen Bürgermeisters Dr. Klaus Bühler, und Thomas Salzberger gehen in die Stichwahl. Laut Schnellmeldung – das amtliche Endergebnis wird am Montag verkündet – haben sie 28,35 Prozent beziehungsweise 26,94 Prozent der Stimmen erhalten.

Der ehemalige Münchner OB kommt

Gabriele Uitz (CSU) hat den Einzug in die Stichwahl mit 20,91 Prozent ebenso verpasst wie Andreas Keller (GAL) mit 17,34 Prozent. Bei Dagmar Kramer (Freie Wähler) machten 307 Kauferinger ihr Kreuzchen (6,45 Prozent).

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Ich freue mich total über das Vertrauen der Wähler. Es war eine Persönlichkeitswahl. Denn wir lagen alle bei den Themen eng beieinander. Jetzt kommt es auf die Kompetenz an, wer den Posten des Bürgermeister richtig ausfüllen kann“, kommentierte Bärbel Wagener-Bühler ihren Wahlerfolg. Bis vor ihrer Kandidatur war die 45-Jährige politisch in Kaufering nicht in Erscheinung getreten. Sie freute sich sehr über ihr Ergebnis. Den Sonntag hatte sie mit der Familie beim Wandern im Murnauer Moos genossen.

Entspannen mit der Familie

Ihr Stichwahl-Konkurrent Thomas Salzberger hatte einen entspannten Tag mit der Familie hinter sich und freute sich über den Besuch seiner Mutter, die aus der Dominikanischen Republik angereist war. „Es fühlt sich gut an. Es war von unserer Seite ein fairer Wahlkampf. Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die nächsten zwei Wochen“, so Salzberger, der ebenfalls von einer Persönlichkeitswahl sprach. Der 51-jährige Marktgemeinderat kandidiert zum dritten Mal als Bürgermeister und setzt im finalen Wahlkampf auf die Unterstützung seines ehemaligen Chefs. Am, Freitag, 9. März, wird der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude nach Kaufering kommen – zu einem lockeren politischen Plausch.

Die CSU-Kandidatin ist traurig

Gabriele Uitz von der CSU gratulierte den beiden Gewinnern noch im Rathauskeller zu ihren Erfolgen. Sie wirkte gelöst. „Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Die Wähler haben so entschieden“, sagte die 49-Jährige. Sie habe im Wahlkampf ihre neue Heimat so entdecken dürfen, wie es kein Zugezogener je tun könnte. Ihren Misserfolg führte Uitz vor allem auf die „unterirdische“ Wahlbeteiligung zurück. „Hier herrscht große Politikverdrossenheit. Das macht mich traurig.“

Keine Empfehlung von der GAL

Sehr enttäuscht zeigte sich Andreas Keller über sein persönliches Ergebnis und zugleich überrascht über den Ausgang der Wahl: „Damit hätte ich nicht gerechnet.“ Der GAL-Marktgemeinderat konnte am Wahlabend noch nicht sagen, welche Gründe für sein Abschneiden ausschlaggebend waren – „aber die Kauferinger haben so entschieden“. Seine politische Arbeit will der 51-Jährige mit gleichem Engagement fortführen. Eine Empfehlung für die Stichwahl will er nicht geben.

Mehr erhofft hatte sich auch Dagmar Kramer. Die politische Quereinsteigerin der Freien Wähler nahm ihr Ergebnis gefasst auf. „Ich war Außenseiterin und die anderen hatten mein Hauptthema (Tempo 30) auch. Ich bedanke mich bei meinen Unterstützern und Wählern. Ich bin erleichtert, dass der Wahlkampf vorbei ist.“ Dennoch will sich die 56-Jährige weiter politisch engagieren.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren