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Kaufering

30.01.2018

Warten auf schnelleres Internet

Momentan verzögert sich der Breitbandausbau in Kaufering an einigen Stellen.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Wenn‘s mal wieder länger dauert... Viele Kauferinger fragen sich, wann es mit dem schnellen Surfen endlich klappt. Das ist der Grund für die Verzögerungen.

In der Breitbandversorgung gibt es in Bayern immer noch Lücken. Dabei bedeutet schnelleres Internet für den Bürger mehr Komfort, größere Vielfalt und höhere Qualität - egal, ob für den Privat- oder Geschäftsmann. In Kaufering sollen diese Lücken jetzt geschlossen werden. Der Markt treibt den Breitbandausbau voran. Doch dabei läuft nicht alles nach Wunsch. Gerade beim von der Telekom eigenfinanzierten Ausbauprojekt gibt es zeitliche Verzögerungen. Davon betroffen ist die Mehrzahl der Haushalte in der Marktgemeinde.

Das neue Netz in Kaufering soll künftig so leistungsstark sein, dass nicht nur Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, sondern auch Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen soll auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde steigen, beim Hochladen auf bis 40 Megabit pro Sekunde. Zwei Ausbauprojekte laufen derzeit parallel: ein vom Freistaat gefördertes und das von der Telekom selbst finanzierte.

Es dauert wohl ein halbes Jahr länger

Ins Förderprogramm aufgenommen wurden einige Straßen im Norden von Alt-Kaufering. Dort wäre der Breitbandausbau für die Netzbetreiber nicht wirtschaftlich. Das hat eine Markterkundung ergeben, die für ganz Kaufering durchgeführt wurde. Andreas Giampa ist in der Gemeindeverwaltung für das Thema Breitbandausbau verantwortlich. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats berichtete er auf Nachfrage über die aktuelle Situation. Demnach sei der geförderte bauliche Ausbau abgeschlossen. Wie er gegenüber unserer Zeitung sagte, habe die erste Privatperson bereits schnelleres Internet. Insgesamt würden rund 50 Haushalte in Alt-Kaufering vom geförderten Breitbandausbau profitieren.

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Und die restlichen Haushalte in Kaufering? Die sollen über das von der Telekom zu 100 Prozent eigenfinanzierte Ausbauprojekt schnelleres Internet erhalten. Doch das ist Giampas Sorgenkind, wie er in der Sitzung sagte. Auf der Homepage der Marktgemeinde findet sich ein Brief des Unternehmens, das an Bürgermeister Erich Püttner und Andreas Giampa gerichtet ist. Darin bedauert die Telekom, dass es noch etwas dauern wird, bis die neuen Anschlüsse für alle Kunden buchbar sind. Als neuer Termin für die Fertigstellung, die eigentlich Ende vergangenen Jahres hatte abgeschlossen werden sollen, wurde Giampa Mitte Juli genannt. Im Gemeinderat bezeichnete er daher die Situation als „nicht befriedigend“.

Das ist für Kunden jetzt wichtig

In ihrem Schreiben nennt die Telekom die Ursachen für die Verzögerungen. Demnach seien die Zulieferer und die mit der Bauausführung beauftragten Montage- und Tiefbaufirmen nicht im Zeitplan. Laut Telekom werden in Kaufering rund 8,5 Kilometer Glasfaser verlegt und zwei Verteilergehäuse neu aufgestellt und mit modernster Technik ausgestattet. Die Kosten durch die Verzögerungen gingen ausschließlich zulasten der Telekom. Die Kunden könnten sich trotz Verspätung vorab registrieren lassen. Der Vertrieb des Unternehmens würde registrierte Kunden automatisch kontaktieren, sobald der gewünschte Anschluss buchbar ist.

Etwas später als die meisten Haushalte werden einige Bürger rund um die Florianstraße schnelleres Internet erhalten. Denn im Umkreis von 500 Metern um eine Vermittlungsstelle in diesem Gebiet durfte bislang kein Ausbau erfolgen. Wie Andreas Giampa sagt, liegt jetzt aber eine Genehmigung vor, sodass der Breitbandausbau dort bis zum Herbst abgeschlossen sei.

Wie Andreas Giampa unserer Zeitung sagt, plant die Marktgemeinde eine zweite Ausschreibungsphase. Man hoffe, weitere Fördermittel für den Breitbandausbau zu erhalten. So sei zum Beispiel der Riedhof noch unversorgt. Findet sich für dieses Gebiet kein Netzbetreiber, könnte es Fördermittel geben. Am Ende müssten dann die Marktgemeinderäte entscheiden, ob ein geförderter Ausbau angestrebt werden soll, oder nicht.

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