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Badaufsicht

24.03.2011

Wasserwacht will in Riederau wieder Fuß fassen

Verwaist ist die Rettungsstation der Wasserwacht in Riederau, die Rettungsschwimmer wollen die Station aber sanieren und dann versuchen, den Dienst wieder aufzunehmen.
Bild: Archivfoto: pdv

Station soll ab Herbst umgebaut werden. Rettungsschwimmer werben um Aktive

Riederau Seit drei Jahren wird darüber gesprochen, doch die neuen Räume für die Wasserwacht im Strandbad in Riederau dürften nicht vor 2012 bezugsfertig sein. Attraktivere Räume sind aber unabdingbar, in Riederau wieder einen regelmäßigen Wachdienst vorzuhalten. Das ist jetzt auch bei der Bürgerversammlung im „Kramerhof“ deutlich geworden, als die Dießener Ortsgruppe um Unterstützung warb. Das Fernziel ist dabei, die Wasserwacht in Riederau wiederzubeleben.

Die einstige Ortsgruppe in Riederau hatte sich schon in den 80er-Jahren aufgelöst. Daraufhin übernahm die Dießener Ortsgruppe die Badeaufsicht in der Nachbarortschaft, zumindest verwaltungstechnisch, denn die tatsächliche Aufsicht leisten in der Regel auswärtige Rettungsschwimmer. „Wir schreiben jedes Jahr Ortsgruppen an und fragen an, ob sie den Wachdienst machen wollen“, erläutert Frank Böhm, der Chef der Dießener Wasserwacht. Grundsätzlich sei es für Rettungsschwimmer aus anderen Gegenden durchaus attraktiv, in Riederau Dienst zu tun, wo sonst bietet sich so ein großer See.

Doch seit einigen Jahren lasse das Interesse nach. Das liegt an der nicht mehr zeitgemäßen Rettungsstation, die mal als „Betonbunker“, mal als „Kabuff“ bezeichnet wird. „Da gibt es kein fließendes Wasser und kein Tageslicht“, schildert Böhm diesen Raum. Deshalb sei die Wasserwacht seit Jahren dran, die Arbeits- und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Allerdings: Dies liegt vor allem im Verantwortungsbereich der Gemeinde. Da es sich um ein kommunales Gebäude handle, könne der Rotkreuz-Kreisverband keinen finanziellen Beitrag leisten, erläutert Böhm. Die Ortsgruppe habe sich aber bereit erklärt, in Ausrüstung und Einrichtung 20000 Euro zu investieren, wenn die Gemeinde den seit Jahren diskutierten Umbau realisiert. Dazu werde die Wasserwacht im Sommer eine Spendenaktion initiieren, kündigte Böhm auf der Bürgerversammlung an.

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16 Aktive wären das Minimum

Eine Fensterfront soll mehr Licht und Sicht in die Station bringen, im Innern ist vorgesehen, den bisherigen einzigen Raum in einen Bereich für Erste Hilfe, Küche, Aufenthaltsraum, Einsatz- und Funkbereich sowie Umkleideraum zu unterteilen, beschreibt Böhm die Planung. Begonnen werden soll nunmehr nach dem Ende der diesjährigen Badesaison, sodass zur Saison 2012 die räumliche Situation verbessert sein werde.

Parallel dazu will die Dießener Wasserwacht die Riederauer Ortsgruppe wiederbeleben, um einen regelmäßigen Wachdienst an Wochenenden und Feiertagen sicherzustellen. „Wir bräuchten einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter, einen technischen Leiter, einen Jugendleiter und einen Kassier und natürlich weitere Mitglieder, die was tun, insgesamt mindestens 16“, erläutert Böhm. Besondere Qualifikationen seien fürs Erste für Anfänger nicht nötig, „man sollte nicht wasserscheu sein, um die Weiterbildung kümmert sich die Wasserwacht“, versichert der Chef der Dießener Ortsgruppe.

Für eine Wachmannschaft werden drei Personen benötigt, dazu kommt eine dreiköpfige Bootsbesatzung. Ein Einsatzboot ist für Riederau bereits vorhanden. Seit der Auflösung der Riederauer Ortsgruppe verfügt die Dießener Einheit über zwei Wasserfahrzeuge, eines davon ist für den Einsatz in Riederau vorgesehen. (ger)

Interesse? Wer die Dießener Wasserwacht kennenlernen will, kann bei der Rettungsstation im Strandbad in St. Alban vorbeischauen, sie ist ab April wieder an Wochenenden und Feiertagen besetzt. Mehr erfährt man auch auf der Internetseite www.wasserwacht-diessen.de.

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