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Landsberg

07.02.2018

Weg vom Image eines Hinterhofs 

So könnte das neue Jugendzentrum der Stadt Landsberg gemäß des Siegerentwurfs des Münchner Architektenbüros Friedrich Pörschke Zwink einmal aussehen.
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So könnte das neue Jugendzentrum der Stadt Landsberg gemäß des Siegerentwurfs des Münchner Architektenbüros Friedrich Pörschke Zwink einmal aussehen.
Bild: Thorsten Jordan/Grafik: Friedrich Pörschke Zwink Architekten München

Münchner Architektenbüro gewinnt den Gestaltungspreis für das neue Landsberger Jugendzentrum

Grundsätzlich wäre die Zeitschiene klar vorgegeben: 2018/2019 wird die Tiefgaragenerweiterung unter dem ehemaligen AKE-Gelände in der Lechstraße umgesetzt, 2020 das neue Jugendzentrum an dieser Stelle gebaut. Den ersten Schritt dazu hat der Stadtrat vergangene Woche mit seinem Grundsatzbeschluss für die Tiefgarage getan. Jetzt folgte der Realisierungswettbewerb zum Neubau des Jugendzentrums, dessen Ergebnis gestern im Foyer des Historischen Rathauses präsentiert wurde.

Der Bumerang und die Lechbrücke

Es war eine knappe Entscheidung im Preisgericht zum neuen Jugendzentrum. Sechs Fach- und fünf Sachpreisrichter, also eine aus Experten und Laien zusammengesetzte Jury, entschieden sich mit dem gleichen Verhältnis 6:5 für den Entwurf des Münchner Architekturbüros Friedrich Pörschke Zwink. Das Gebäude, das an die Form eines Bumerangs erinnert und somit auch die Form der noch zu bauenden neuen Rad- und Fußgängerbrücke über den Lech aufnimmt, ist zwischen Ignaz-Kögler-Gymnasiums und Sozialstation geplant und weist laut Oberbürgermeister Mathias neuner, ein ideales Verhältnis zwischen Kubatur und nutzbarem Raum auf, wenngleich „im Grundriss noch einiges diskutiert werden müsse.

Der schöne Blick auf den Lech

So sind im westlichen Gebäudeteil zum Lech hin gelegen ein Veranstaltungsraum wie auch ein Café vorgesehen. Während Hochbauamts-Chef Peter Huber den „schönen Blick auf den Lech“ schätzt, halten Mathias Neuner und auch Jurymitglied Petra Ruffing das Café direkt an der Lechstraße für besser situiert. Geprüft und weiterentwickelt werden soll nach Wunsch der Jury auch ein zweiter Rettungsweg aus dem Obergeschoss, die Anordnung von geforderten Stellplätzen oder auch deren Notwendigkeit im Fall des Baus der Tiefgarage, die Positionierung der Musikräume, die ja gewisse Schallemissionen mit sich bringen.

Insgesamt entspreche der Entwurf – und um einen solchen handelt es sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt – den städtebaulichen Gesichtspunkten der Offenheit, integriere sich wie gewünscht ins Stadtbild und sei laut Peter Huber auch dazu angetan, den Lech ein erstes Mal vernünftig in ein solches Projekt einzubinden. „Im Moment entspricht der Bereich zum Lech hin eher einem Hinterhof.“

Abgrenzung zum IKG

Warum aber fiel nun das Ergebnis so knapp aus? Der mit einer Stimme unterlegene Platz zwei ist nämlich ein grundlegend unterschiedlicher Entwurf. Er propagiert durch eine das Jugendzentrum umgebende Mauer, dass sich dort ein eigene kleine Welt entwickelt soll. Petra Ruffing, die dieses Modell befürwortete, erklärt, warum sie die Mauer nicht unbedingt als separierend empfindet: „In der Mauer, die durch Öffnungen einen sehr transparenten Ausdruck macht, sehe ich eher als so eine Art Jugendstilmauer, die in der Altstadt immer wieder vorkommt.“ Auch weiß sie von Jugendlichen, dass die gerne eine Abgrenzung zum benachbarten IKG haben wollen. Die lasse sich aber auch durch die Außenanlagen sowie die Bepflanzungen erzielen, merkt Mathias Neuner, Befürworter der offenen Lösung, an.

Nun steht ein weiteres Gespräch mit dem Wettbewerbssieger an. Parallel dazu wird die geplante Erweiterung der Tiefgarage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Stadtwerke-Verwaltungsrats gesetzt.

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