Newsticker

EU sichert sich bis zu 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Wenn Parken zum Ärgernis wird

Wenn Parken zum Ärgernis wird

Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
22.11.2018

Parken wird nicht nur in Innenstädten zum Problem, sondern auch auf dem Land. Das macht das Chaos am Geltendorfer Bahnhof seit Jahren deutlich. Jetzt soll es auch noch Geld kosten. Eine Situation, die LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger kritisiert.

Alles kostet, also künftig auch einige Parkplätze am Geltendorfer Bahnhof. Das dürfte für einige der Pendler, die dort jeden Tag ihr Auto auf dem völlig überfüllten Parkplatz abstellen, nun das Fass zum Überlaufen bringen. 22 Euro im Monat zahlen – ohne festen Anspruch auf einen Parkplatz? Das löst die massiven Probleme in Geltendorf wohl nicht, sondern führt sie eher ad absurdum. Jedenfalls führt es jetzt schon – völlig zu Recht – zu riesigen Protesten. Pendler in Richtung München werden wohl künftig, wenn möglich, nach Türkenfeld und Grafrath ausweichen. Denn zumindest die S-Bahn hält dort und man kann zusteigen.

Der Artikel zum Thema: Parkgebühren am Bahnhof: Gemeinde und Landrat fordern eine andere Lösung

Das Thema Geltendorfer Bahnhof und Parkplätze ist seit langer Zeit ein Dauerbrenner in Sachen schlechte Nachrichten. Man hat die Parkplätze vor zig Jahren erweitert, doch fast von Anfang an waren es schon wieder zu wenige. Und in Geltendorf ist das tägliche Parkchaos (es wird geparkt, wo immer es auch geht) ein großes Ärgernis. Es sorgt oft dafür, dass man den Zug nicht mehr rechtzeitig erreicht. Als erste Maßnahme gegen das wilde Parken wurden dort dann Fahrzeuge, die nicht richtig geparkt wurden, abgeschleppt. Zur Abschreckung.

Das Chaos wird nun auch noch verschärft

Nun sollen alle Parkplätze nördlich der Straße Am Bahnhof kostenpflichtig werden, die anderen noch nicht. Das sorgt nur für weiteres Chaos und noch mehr Parksuchverkehr. Denn das Problem wird nun mehr in den Ort verlagert, und vermutlich alle Straßenränder werden zugeparkt. Es ist zudem wenig dienlich für die Bahn, denn so manchem Autofahrer wird es dann zu dumm und teuer sein, zu pendeln, und sie werden wieder auf ihr Auto zurückgreifen und damit nach München fahren.

Es ist also Zeit, dass sich auch die Politik um dieses Parkchaos kümmert. Landkreis und die umliegenden Gemeinden dachten schon über eine Lösung mit einem Parkdeck nach, und man sollte sich zusammensetzen und überlegen, was man hier noch retten kann. Die Vergabe von Parkflächen an private Firmen ist zwar gewinnbringend, allerdings wird sie das Problem nicht lösen, sondern es verschärfen. Und wenn man schon im Voraus Geld fürs Parken verlangt, sollte der Autofahrer auch einen garantierten Parkplatz haben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren