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Penzing

17.01.2020

Wie geht es mit dem Fliegerhorst in Penzing weiter?

Die Bundeswehr hat das ehemalige Fliegerhorst-Gelände in Penzing freigegeben. Es wird jetzt von der Bundesanstalt für Immobilienfragen (Bima) verwaltet.
Foto: Julian Leitenstorfer/Archiv

Plus Die Bundeswehr hat den ehemaligen Fliegerhorst in Penzing zum Jahreswechsel freigegeben. Die Gemeinde hätte jetzt den „Erstzugriff“.

Zum Jahresende hat die Bundeswehr den früheren Flugplatz in Penzing an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) freigegeben: ein wichtiger Schritt für die künftige Nutzung des rund 270 Hektar großen Geländes zwischen Landsberg und Penzing. Aber auch nur ein Schritt von vielen, bis es dort tatsächlich zu größeren Veränderungen kommt. Noch hat die Gemeinde Penzing nur die Absicht, als Erster zuzugreifen.

Die Freigabe der Bundeswehr bedeutet zunächst nur, dass sich die Bima um eine Verwertung und neue Nutzung der nunmehr für die Bundeswehr entbehrlichen Liegenschaft kümmern kann, erklärt Hans-Peter Fehr von der Sparte Verkauf der Bima in München. Wann der für die jeweilige Kommune mögliche „Erstzugriff“ für den Flugplatz zum Tragen kommen wird, ist noch nicht abzusehen. Eine solche Erstzugriffsoption kann eine Gemeinde oder Stadt nutzen, wenn sie ein solches Grundstück unmittelbar benötigt, um eine öffentliche Aufgabe zu erfüllen. Die Bima stehe seit Längerem in Gesprächen mit dem Penzinger Bürgermeister: „Daraus ist zu ersehen, dass die Gemeinde Penzing beabsichtigt, den Erstzugriff auszuüben“, verdeutlicht Fehr.

Ein Altlasten-Bericht soll im Frühsommer vorliegen

Allerdings hält sich der Penzinger Bürgermeister Johannes Erhard weiterhin bedeckt, was den Stand der Gespräche betrifft. Wie berichtet, gibt es zwar schon seit Längerem ein Konzept für mögliche künftige Nutzungen, andererseits sind auch noch viele Fragen offen: Zum Beispiel, was Altlasten angeht. Um Antworten darauf geben zu können, habe die Bima umfassende Untersuchungen beauftragt, erläutert Fehr, insbesondere auch zur Thematik der Verunreinigungen des Bodens durch PFC. Die Detailuntersuchungen werden aktuell von einem Gutachter bearbeitet und ausgewertet. Bis zum Frühsommer solle ein umfassender Bericht mit Darstellung der Altlastensituation auf dem gesamten Gelände vorliegen, kündigt Hans-Peter Fehr an.

Ansonsten hat sich über den Jahreswechsel auf dem Fliegerhorst nicht allzu viel geändert: Einige Bereiche werden nach wie vor von der Bundeswehr genutzt. Dabei handelt es sich um das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum. Dieses betreut Einrichtungen der Bundeswehr in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Miesbach und Weilheim-Schongau. Darunter fallen unter anderem die Liegenschaften der Militärgeschichtlichen Sammlung „Erinnerungsort Weingut II“ in der Untertageanlage Welfenkaserne, die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Altenstadt, das Bildungszentrum der Bundeswehr mit dem Lehrbereich Oberammergau sowie die Nato-Schule in Oberammergau. Geplant ist jedoch, dass das Dienstleistungszentrum im Laufe des Jahres in die Welfenkaserne umziehen soll. Das Gelände ist auch weiterhin bewacht. Zum 1. November hat das Landratsamt elf Wohnungen angemietet, um dort Asylbewerber unterzubringen. Drei Wohnungen seien inzwischen von Familien aus Nigeria belegt, so die Auskunft des Landratsamts.

Im Stadtrat ist der Flugplatz am 12. Februar Thema

Vor wenigen Tagen haben sich auch Bürgermeister Erhard und der Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner zu einem Gespräch über das Flugplatz-Gelände getroffen. Ungefähr ein Zehntel der rund 270 Hektar großen Fläche befindet sich auf Landsberger Flur. Nähere Angaben wurden darüber bislang nicht gemacht. Laut Stadt-Sprecher Andreas Létang werde darüber umfassend in der Stadtratssitzung am 12. Februar berichtet.

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