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Wie mit der Natur umgehen?

Kommentar Von Stephanie Millonig
11.06.2019

Ammersee-Anrainer leiden unter einer Mückenplage. Warum LT-Redakteurin trotzdem nichts von einem Bti-Einsatz hält.

In manchen Bereichen am Ammersee sind die Mücken der Horror. Anders kann man es nicht sagen, die Blutsauger umhüllen einen wie eine schwarze Wolke und wehe, wenn ein Stück nackte Haut unter der Kleidung hervorlugt. Und selbst durch die Kleidung wird gestochen. Die Frustration der Hausbesitzer, deren Garten zur No-Go-Area wurde, ist verständlich.

Bleibt als Lösungsansatz der Einsatz von Bti. Aber ist der Einsatz dieses Mittels gerechtfertigt? Daran scheiden sich zurecht die Geister. Wissenschaftliche Studien, die belegen, dass der Bti-Einsatz nicht nur auf die Stechmückenlarven, sondern auch auf die Population von Zuckmücken negative Auswirkungen hat, lässt sich nicht einfach abtun.

Nicht nur Stechmücken sind betroffen

Denn Zuckmücken sind laut Wissenschaft als Larven Futter für Wassergetier und als ausgewachsene Insekten für Vögel. Angesichts der Debatten um Insektensterben im vergangenen Jahr wird sich ein Bti-Einsatz gesellschaftlich schwer durchsetzen lassen, zumal die Betroffenheit örtlich begrenzt ist.

Auch früher hat es Hochwasser gegeben, aber die Klimaerwärmung lässt befürchten, dass Wetterextreme häufiger auftreten. Neben Hochwasser sind dies aber vielleicht auch trockene Sommer wie 2018. Den Betroffenen mag dies heuer kein Trost sein, aber vermutlich werden sie sich mit der Situation arrangieren müssen und wie in den Tropen oder anderen von aggressiven Stechinsekten bedrohten Regionen individuell davor wappnen müssen. Hoffen wir auf heißen Wüstenwind die kommenden Tage, der die Blutsauger schnell austrocknet.

Der Artikel zum Kommentar: Mückenplage: Vermummt am Ammersee

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