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Integration

30.07.2019

„Willkommen in Landsberg“ verabschiedet sich

Beim Picknick am Lech waren Flüchtlinge dabei und vor allem Mitarbeiterinnen des Landratsamtes.
Bild: Thorsten Jordan

Nach drei Jahren läuft das Projekt jetzt aus. Zum Abschluss gibt es ein Picknick am Lech

Sommer in der Stadt, es ist unerträglich heiß – auch um 18 Uhr abends noch. Ob es an der Hitze liegt, dass nur so wenige Menschen auf der Wiese zwischen Landratsamt und Lech ihre Decken ausbreiten? Das Projekt WiLLe und die Integrationslotsin des Landkreises, Stefanie von Valta, haben zu einem „Meet & Eat“ aufgerufen, zu einem gemeinsamen Picknick, zum Musizieren und ins Gespräch kommen. Gemeinsames Essen verbindet, so die Idee.

Einige Tische werden aufgebaut, Spielgerät vom Jugendzentrum steht bereit. Sabrina Simmeth vom Projekt WiLLe hat das Abschieds-picknick organisiert. Das vom BAMF, vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, geförderte Projekt „Willkommen in Landsberg am Lech“ hat in den vergangenen drei Jahren einige integrative und interkulturelle Angebote initiiert. Jetzt läuft die Förderung aus, das Projekt wird nicht verlängert. Im Laufe der vergangenen Jahre hätten sich so einige Kontakte ergeben, ja sogar einige Freundschaften entwickelt, sagt Simmeth. Leider sei das Engagement der Einheimischen im Integrationsprojekt allerdings eher gering. Auch heute sind eher Mitarbeiterinnen des Landratsamtes und der Herzogsägmühle, die beide zu den Projektpartnern gehören, anwesend.

Später kommen einige junge Männer dazu, unter ihnen die Brüder Mohamad und Mahmoud Alsouso aus Syrien, die bereits seit drei Jahren in Landsberg sind. Das Da-tum ihrer Flucht aus Syrien über den Libanon in die Türkei steht groß mit Filzstift auf die Oud (Instrument) geschrieben, es war der 28. Dezember 2015. Da waren die Jungs 17 und 19 Jahre alt. Mohamad entlockt der zwölfsaitigen Laute eine melancholische Melodie, die beiden anderen Syrer Basel Barazi (27) und Ibrahim Asfour (25) singen dazu. Nein, übersetzen könne man das nicht, erklären sie auf Nachfrage, es ginge um einen Schatz in einer anderen Stadt. Alle sprechen gut Deutsch und sind, so scheint es, gut im Berufsleben integriert. Als Fliesenleger, Elektriker, Maler und Lackierer, alle arbeiten in Handwerksberufen und sprechen stolz von „ihrer“ Firma. (felt)

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