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  3. Dienhausen: Die Rumänienhilfe Dienhausen erlebt ein bitteres Jahr

Dienhausen
23.01.2023

Die Rumänienhilfe Dienhausen erlebt ein bitteres Jahr

Päckchen der Rumänienhilfe Dienhausen wurden an diese Kinder in Caransebes verteilt.
Foto: Ludovic Mleziwa

Die Rumänienhilfe Dienhausen verliert einen der Gründer. Das ist nicht der einzige Rückschlag für die Hilfsorganisation – dennoch will man nicht aufgeben.

Sehr schmerzlich verlief das vergangene Jahr für die Rumänienhilfe Dienhausen. Denn zum einen verstarb im November im Alter von 81 Jahren Rudi Lang aus Altenstadt, der zusammen mit seiner Frau Helga als einer der Ersten ab 1990, nach dem Ende der Diktatur, Hilfe nach Rumänien gebracht hatte. Zum anderen wurde, wie schon zuvor befürchtet, das Kinderheim von Zagujeni von den Behörden geschlossen. Die Initiative hatte das 1977 gegründete Heim in einem kleinen Dorf in der Region Banat ab 1995 mit umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten lebenswert gestaltet. Trotzdem will man nicht aufgeben.

Die Schließung des Kinderheims ist Teil der rumänischen Politik, denn in dem EU-Land soll es künftig keine großen Kinderheime mehr geben. Die Eltern der letzten zehn Kinder im Heim, die dort unter anderem wegen Misshandlung und Drogenkonsum in ihrem Elternhaus lebten, erhielten von den Behörden einen finanziellen Anreiz, dass sie ihre Kinder wieder mit nach Hause nehmen. Im Laufe der vergangenen Jahre hatte die Rumänienhilfe den kompletten Wohn- und Schlafbereich sowie die Sanitäranlagen, die Heizung und die Warmwasserversorgung erneuert oder erstmals hergestellt. Eine eigene Bäckerei, die man für das Kinderheim mit großem Aufwand eingerichtet hatte, war schon zuvor angeblich wegen des Mangels an Mehl geschlossen und dann abgebaut worden. 

Matthäus Unsin hat bei den Umbauarbeiten kräftig mit Hand angelegt

"Man könnte fast verzweifeln", kommentiert der 72-jährige Matthäus "Hias" Unsin diese Schließung. Das Gespräch mit ihm und mit seinen Mitstreitern fand nicht wie gewohnt in der Küche des Fliesenlegermeisters und seiner Frau Birgid in Dienhausen statt – Matthäus Unsin hielt sich nach einer Rückenoperation zu einer Reha-Maßnahme in Schwangau auf. Man habe doch alles so schön hergerichtet, meint er. Sein körperlicher Einsatz bei den umfangreichen Arbeiten hatte ihm in dem Hilfsgebiet den Spitznamen "Herkules" eingebracht, da er damals den Zementsack mit einem Arm stemmen konnte. 

In dem rumänischen Kinderheim herrscht eine beklemmende Stille

Fünf Tage hatten sich im vergangenen Juni mit Hermann Hartmann, Michael Kögel und Beppo Miller drei Mitglieder der Hilfsorganisation in Rumänien aufgehalten, Unsin war aus beruflichen Gründen verhindert gewesen. Miller berichtet, dass bei dem Besuch im Heim, in dem früher 80 bis 100 Kinder ein Zuhause gefunden hatten, eine beklemmende Stille geherrscht habe. Doch zumindest steht es künftig nicht ganz leer, sondern wird als Mutter-Kind-Zentrum genutzt. Derzeit seien es, so Miller, sieben Frauen mit insgesamt 14 Kindern, womit nach Auskunft der Leitung die Aufnahmekapazität erschöpft sei. 

Nach dem Wegfall des Kinderheims steht die Unterstützung der Caritas in der Stadt Caransebes mit ihrem Direktor Ludovic Mleziwa im Mittelpunkt. Die Caritas, die ohne andere Zuwendung auskommen muss, betreibt eine Hausaufgabenbetreuung und Essen auf Rädern. Beppo Miller berichtet, dass ein beträchtlicher Teil der alten Menschen, die in dieser Stadt leben, mit einer Rente von weniger als 200 Euro auskommen müssten. Für 30 von ihnen leisteten die Helfer bei ihrem Besuch einen einmaligen Heizkostenzuschuss. 

Die Caritas in Caransebes war auch das Ziel von zwei Transporten der Rumänienhilfe mit insgesamt über neun Tonnen Gewicht. Neben 150 Weihnachtspäckchen für die Kleinen der Hausaufgabenbetreuung und eines Kindergartens, die zum großen Teil von Grundschülern aus Schwabsoien und Irsee gepackt worden waren, befanden sich in den Ladungen unter anderem Schulartikel, Feuerwehrbedarf, Rollstühle, Rollatoren und Pflegebetten.

In Teilen der Bevölkerung herrscht weiterhin große Not

Die Not in Teilen der Bevölkerung sei für ihn auch weiterhin der Ansporn, Geld und Sachspenden zu sammeln, meint Unsin am Ende des Telefongesprächs. Denn ungeachtet von Corona und Energiekrise kann die Rumänienhilfe auf eine erfreuliche Anzahl an treuen Spendern zählen, sodass die Hilfsaktionen fortgesetzt werden können. (AZ)

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