Das, was als gemeindliche Aufgaben angesehen wird, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ständig erweitert. So wären die Altvorderen kaum auf die Idee gekommen, dass eine Gemeinde ein Wirtshaus betreiben soll – allein schon, weil es früher ein einträgliches Geschäft war, für das es genügend private Interessenten gab. Inzwischen aber sind die Dörfer, die noch ein funktionierendes Wirtshaus haben, rar geworden. An ihre Stelle sind Vereinsheime, Lieferservices und Foodtrucks getreten.
Wer geht künftig noch ins Gasthaus?
Auch die Gemeinde Eching investiert nach dem Tod von Klaus Strobl in die Wiedereröffnung des Gasthofs Eberhardt. Zum Kaufpreis kommen erhebliche Kosten für An- und Umbauten dazu. Die Gemeinde geht damit ein Wagnis ein, das private Investoren scheuten. Denn engagierte Pächterinnen und Pächter zu finden, ist nicht einfach. Und diese tun sich wiederum nicht leicht, auch Personal zu finden. Zudem ist auch ungewiss, wie oft die Menschen in Zeiten rapide steigender Preise tatsächlich noch ins Wirtshaus gehen.
Aber Gemeinden haben etwas mehr Spielraum, damit die Rechnung aufgeht. Die Renditeerwartungen müssen nicht so hoch sein, wenngleich sich auch Kommunen keine Draufzahlgeschäfte leisten sollten, um nicht bei der Erfüllung ihrer vorrangigen Aufgaben eingeschränkt zu werden.