Es steht außer Frage, dass eine Intel-Ansiedlung den Landkreis Landsberg verändern würde. Die konkreten Auswirkungen auf Natur, Infrastruktur oder Wohnungsmarkt sind jedoch erst dann abzusehen, wenn die tatsächliche Dimension des Projekts feststeht. Der Konzern sollte sich dazu schnell und klar äußern.
Unsere Redaktion berichtete bereits im Oktober von einer möglichen Größenordnung des Projekts von 500 Hektar und 12.000 Beschäftigten. Allerdings nicht, um „Ängste zu schüren“, sondern weil diese Zahlen in einem Interview vom Intel-Chef persönlich genannt wurden.
Wichtig, dass die Parteien ihre Bedenken kundtun
Es ist richtig und wichtig, dass Parteien und Vereine ihre Bedenken nun kundtun. Es ist aber ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, dass eine Chipfabrik für die Region eine große Chance bedeuten könnte. Es wäre fair, wenn Intel die Anfrage des Wirtschaftsministeriums bald beantwortet und so Fakten schafft. Aktuell gibt es (noch) zu viel Raum für Interpretationen.