Das Programm für die anstehenden Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen stand im Mittelpunkt der Herbstversammlung des Landsberger Kreisjugendrings im Feuerwehrausbildungszentrum in Pürgen. Wann gefeiert wird und welche Veranstaltungen im kommenden Jahr stattfinden sollen.
Gefeiert wird zunächst am 16. Mai mit einem Galaabend im Veranstaltungssaal der Lechauturnhalle in Kaufering. Dabei wird es ein gemütliches Beisammensein mit den Ehemaligen geben. Gegründet wurde der Kreisjugendring am 18. Mai 1948. Diesen Termin habe man aber nicht gewählt, so Geschäftsführer Stefan Ehle, da an diesem Tag Christi Himmelfahrt und Vatertag sei.
In humorvoller Weise stellten die Vorstandsmitglieder Nicole Boywitt und Isabel Wildner das große Fest der Jugend am 24. Juni auf der Bosse-Wiese vor. So gebe es eine Vielzahl von Hüpfburgen, auf denen auch ein Hindernislauf stattfinde, die Wasserfalle und einen Lebend-Kicker. Im Festzelt spiele unter anderem die Band „Bruchpilot“ und es fänden Vorführungen der Jugendgruppen statt. Man hoffe auf Spenden, hieß es hierzu, 10.000 Euro entnehme man für diesen Zweck auch aus den gut gefüllten Rücklagen, denn man werde nur einmal 75.
Corona hatte dramatische Auswirkungen
In ihrer Ansprache meinte die Vorsitzende Birgit Geier, die Kontaktbeschränkungen während Corona hätten dramatische Auswirkungen auf die Jugendarbeit gehabt, die man erst in den nächsten Jahren spüren werde. Wie Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel (Grüne) hierzu ergänzte, seien bei jedem dritten Jugendlichen negative psychische Auswirkungen zu verzeichnen. Reagiert habe die Politik auf diese Probleme, so wurde der jährliche Zuschuss des Landkreises für die Jugendgruppen um 14.000 Euro auf 72.000 Euro erhöht.
Aus einer Aktivierungskampagne der Staatsregierung erhielt man, so Ehle, 44.000 Euro zugeteilt. Es hätten aber 45 Interessenbekundungen mit einem Volumen von 110.000 Euro vorgelegen, die man auf 51.000 Euro zusammen gestrichen habe. Den Restbetrag in Höhe von 7000 Euro habe man im Nachtrag vom Bayerischen Jugendring zugewiesen bekommen.
Unverändert sei die Situation beim Jugendübernachtungshaus in Utting, das voraussichtlich noch länger von Geflüchteten aus der Ukraine belegt ist. Man hoffe aber, dass man irgendwann wieder darüber verfügen könne, so der Geschäftsführer. Positiv sei die Entwicklung beim Jugendzeltplatz am Windachspeicher. Man hoffe, dass er im kommenden Jahr pünktlich zum Jubiläum fertig sei, demnächst werde bei der Gemeinde Finning der Bauantrag gestellt. Aus Kostengründen verzichte man in dem Servicegebäude zunächst auf die Einrichtung einer Küche, die Kosten werden auf 800.000 Euro geschätzt. Die beiden stellvertretenden Landräte Margit Horner-Spindler (CSU) und Markus Wasserle (SPD) verwiesen in dem Zusammenhang auf die angespannte Haushaltslage.
Das Jahresprogramm 2023 stellte die pädagogische Mitarbeiterin Julia Baumüller vor. Neben verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen, unter anderem zum Thema „Wie reagiere ich auf rechtsextreme Stammtischparolen“, gibt es eine Kinderfreizeit in den Osterferien und eine für Jugendliche im Sommer.
Nach längerer Debatte wurde entschieden, dass künftig Honorarbelege, die von ehrenamtlichen Mitgliedern der Vereine selbst ausgestellt wurden, nicht mehr in die Bezuschussung fallen. Offen blieb, wie weit man das Kreisjugendamt bei der Lösung von personellen Problemen unterstützen könne, beschlossen wurde vorsorglich, dass man Aufgaben wie Ferienfreizeiten unter der Bedingungen übernehme, dass dafür die Stelle für eine zusätzliche pädagogische Kraft geschaffen und auch bei der Verwaltung aufgestockt werde.